Stenografická zpráva

XXII. sezení čtvrtého ročního zasedání sněmu českého od roku 1861, dne 27. ledna 1866.

Předseda: Nejvyšší maršálek zemský Karel hrabě Rothkirch-Panthen.

Přítomní: Náměstek nejvyššího maršálka zemského Dr. pr. V. Bělský a poslanci v počtu k platnému uzavírání dastatečném.

Zástupcové vlády: Místopředseda c. k. náměstnictví Antonín hrabě Lažanský a c. k. místodržitelský rada Vilém rytíř z Bachů.

Počátek sezení o 10 hod. 45 min.

Stenografischer Bericht

über die

XXII. Sitzung der vierten Jahres-Session des böhmischen Landtages vom Jahre 1861, am 27. Jänner 1866.

Vorsitzender: Oberstlandmarschall Karl Graf Rothkirch-Panthen.

Gegenwärtig: Oberstlandmarschall-Stellver. treter Dr. W. Bělský und die beschlußfähige Anzahl Abgeordneter.

Am Regierungstische: Der k. k. Statt-Halterei-Leiter Anton Graf Lažanský, und der k. k. Statthaltereirath Wilh. Ritter v. Bach.

Beginn der Sitzung 10 Uhr 45 Min.

Oberstlandmarschall: (läutet). Die Versammlung ist beschlußfähig, ich eröffne die Sitzung. Die Geschäftsprotokolle der 19. Sitzung vom 20. Jänner sind durch die vorgeschriebene Zeit zur Einsicht aufgelegt gewesen; wird in dieser Beziehung irgend eine Bemerkung zu diesen Protokollen gemacht? (Niemand meldet sich.)

Da dieß nicht der Fall ist, so erkläre ich die Protokolle für agnoscirt.

Ich glaube schon im Beginne der Sitzung dem hohen Hause die Mittheilung machen zu müssen, daß in dem Augenblicke keine Vorlagen für die Plenarberathungen des Landtages vorliegen, daß daher die nächste Sitzung erst auf Donnerstag festgesetzt ist, in der Hoffnung, daß dann Vorlagen aus dem Drucke kommen weiden, die ich dann in der vorgeschriebenen Weise den Herren Abgeordneten mittheilen werde.

Ich mache diese Mittheilung deßhalb, damit vielleicht bezüglich der Abhaltung von Kommissionen die betreffenden Ausschüsse sich vereinbaren.

Das Resultat der am 25. d. M. vorgenommenen Kommissionswahlen ist folgendes: In die Kommission für die Regierungsvorlage wegen Aenderung der Bauordnung zur Erleichterung der Industriebauten wurden gewählt:

Von der Kurie der Großgrundbesitzer bei Abgäbe von 54 Stimmzetteln: Seine Excellenz Graf Erwein Nostitz mit 53 Stimmen, Dr. Doubek mit 52 Stimmen und Herr Karl Kirschner mit 50 Stimmen.

Von der Kurie der Städte bei Abgabe von 39 Stimmzetteln: Dr. Groß, Fürth und Dr. Roth Hieronymus mit je 31 Stimmen.

Von der Kurie der Landgemeinde bei Abgabe von 46 Stimmzetteln die Herren Abgeordneten: Oliva, Schmidt, Zátka mit je 44 Stimmen.

Als Lokal weise ich dieser Kommission das Bureau des Herrn Grafen Franz Thun an.

In die Kommission für den Gesetzentwurf wegen Schonung mehrerer Vogelgattungen wurden gewählt: von der Kurie der Großgrundbesitzer bei Abgabe von 53 Stimmzetteln Graf Theodor Thun mit 51 Stimmen, Graf Desfours mit 51 Stimmen und Graf Westphalen mit 50 Stimmen.

Von der Städtekurie bei Abgabe von 39 Stimmzetteln die Herren Abgeordneten Rößler, Steffens und Tachezi mit je 23 Stimmen.

Von der Kurie der Landgemeinden bei Abgabe von 46 Stimmzetteln die Herren Abgeordneten Dr. Kodym, Hödel und Prof. Krejčí mit je 42 Stimmen. AIs Lokal für die Kommissionsberathungen bestimme ich das Bureau des H. Dr. Brauner und ersuche die Herren sich nach Schluß der heutigen Sitzung in den betreffenden Lokalitäten zu versammeln und sich zu konstituiren.

Die Kommission für Dr. Riegers Antrag wegen Gleichberechtigung beider Landessprachen an der Universität hat sich konstituirt und zwar zum Obmann: Se. Exc. Grafen Cernin Jaromír, zum Obmannstellvertreter Herrn Rektor Magnifikus und zum Schriftführer Herrn Prof. Tomek gewählt. Das Lokal habe ich für diese Kommission bereits bestimmt; es ist das Bureau des Herrn Dr. Rieger.

Von den Landtagseingaben ist Nr. 230: der Landesausschußbericht über das Gesuch der böhmischen Hörer am Polytechnikum wegen unentgeltlichem Unterricht in der französischen Sprache mit böhmischer Unterrichtssprache, an die Kommission für Angelegenheiten des Polytechnikums geleitet worden.

Nr. 231. Landesausschußvorlage: das Gesuch der Gemeinden Skýtal und Klein-Fürwitz wegen der Belassung beim Podersamer Bezirke bei der neuen

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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

Eintheilung Böhmens, ist an die Kommission für die politische Bezirkseintheilung gewiesen worden.

Nr. 232. Die Eingabe der Bezirksvertretung Wodňan mit dem Einschreiten der Gemeinde Račic um Ausscheidung aus dem Gemeindeverbande mit Chwaletic und Milenowic, ist an den Landesausschuß zur Behandlung geleitet worden.

Dem Herrn Abgeord. Kraus und dem Grafen Hugo Nostitz habe ich in dringenden Angelegenheiten einen 8tägigen Urlaub ertheilt.

Ich ersuche die eingelangten Petitionen vorzulesen.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

Petitionen.

625) Landesausschuh überreicht das Gesuch der soběslauer Bezirksvertretung um Vermehrung der Gensdarmerie und um Einführung von General-Durchsuchungen im Vez. Soběslau.

Oberstlandmarschall: Erledigt sich durch den betreffenden Landtagsbeschluß.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

634) Abg. Hr. Oliwa: Gesuch einiger Grund-besitzer in und um Kossir um Befreiung von der Last der auf ihren Gründen gehaltenen Militär-Manoeuvres oder um eine vollständige Entschädigung.

Oberstlandmarschall: An die Petitionskommission.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

635) Abg. Herr Dr. Grünwald: Gesuch der Bezirksvertretung in Moldauthein um Uebernahme der von Budweis über Moldauthein gegen Tabor oder Mühlhausen führenden Bezirksstrasse in Landes-verwaltung.

Oberstlandmarschall: An die Strassen-ommission.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

637) Abg. Hr. Göttl: Gesuch des Bürgermei.

steramtes zu Platten zugleich mit mehreren Erzgebirgsgemeinden, damit dem Krongüterverkaufe für immer Einhalt gethan werde.

Oberstlandmarschall: An die Petitionskommission.

Sn. sekr. Schmidt (čte):

642) Posl. p. Šáry: stížnost obce Michelské v okr. karlínském proti žádosti obecního představenstva Michelského v příčině vybírání pivního krejcaru.

Nejv. zemský maršálek: Zemskému výboru.

Sn. sekr. Schmidt (čte):

644) Posl. p. dr. Jeřábek: žádost učitelstva okolí votického za zrušení sobotálesu a ustanovení určitého platu vzhledem na nynější poměry.

Nejv. zemský maršálek: Školní komisi.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

649) Abg. H. Göttl: Gesuch der Gemeinden Platten, Seifen, Bärringen, Abertham, Breitenbach und Gottesgab um Erwirkung des Eisenbahnbaues zwischen Schwarzenberg und Karlsbad.

Oberstlandmarschall: An die Petitionskommisson.

Landtagssekretär Schmidt (liest):

650) Abg. Se. Excellenz Hr. Graf Rothkirch-Panthen: Gesuch der k, b. Landeskassabeamten um Aufbesserung ihrer Gehalte.

Oberstlandmarschall: An die Kommission für den Beamtenstatus.

Die Petitionskommission hat in ihrer Sitzung am 25. Jänner dieses Jahres einen Beschluß gesatzt und mir denselben durch ihren Obmann mitgetheilt; er lautet:

"In Folge der Zuweisung der Petition in Be-zug der Gleichberechtigung beider Landessprachen, eingebracht von den Studirenden der prager Uni-versität, — durch Se. Excellenz den Oberstlandmarschall an die neugewählte Kommission für den Antrag des Dr. Rieger, obgleich dieselbe bereits an den Petitionsausschuß übergeben war, findet sich der Petitionsausschuß einstimmig bewogen Sr. Excellenz dem Oberstlandmarschall dieserwegen eine Vorstellung in der Art zu machen, damit in Zukunft die gebührende Geschäftsordnung ohne Anfrage an das h. Haus nicht derartig gestört werde. (Centrum Oho! Oho!)"

Ich habe, als die Kommission über den Antrag des Dr. Rieger bestellt wurde, zugleich erwähnt, daß eine gleiche Petition von Seite der Studirenden eingelangt und früher an die Petitionskommission überwiesen worden sei, daß es aber zweckmäßig wäre, diese Petition an den neu bestellten Ausschuß zu übertragen.

Ich habe das hohe Haus gefragt, ob es mit dieser meiner Ansicht einverstanden sei, indem ich, im Falle dagegen keine Einwendung erhoben werde, darnach vorgehen werde.

Ich kann darum die von der Petitionskommis-sion mir gemachte Zumuthung eines geschäftsordnungswidrigen Vorganges nicht für begründet betrachten und muß dieselbe daher entschieden zurückweisen, (Centrum: bravo, bravo.)

Ich glaube, daß gerade vielleicht nur eine irrige Auffassung der Stellung dem Marschall gegenüber dieser Porstellung zu Grunde liegt. (Centrum: bravo! bravo!)

Vertheilt wurde heute der stenographische Bericht über die 18te Sitzung des Landtages.

V jednom z dřívějších zasedání byla raně podána otázka panem poslancem Zeithammrem, dám ji čísti.

Sněm. sekr. Schmidt (čte):

Interpelace poslance Zeithammera a soudruhů k J. Exc. p. nejvyššímu maršálku.

"V 34. sezení sl. Českého sněmu z dne 19. března r. 1863 povoleno bylo 6000 zl. r. Čís. vlasteneckohospodářské společnosti v Praze, aby další trvání výboru statistického se pojistilo.


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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

Budžetní komise navrhovola v onom sezení :

"Přihlížejíc k tomu, že co se týče výloh ústředního výboru pro hospodářství a lesnictví v Cechách, zapravovala jich vlastenecko hospodářská jednota v roce 1862, jednu sedminu, a t. d. — činí budžetní komise návrh :

"Sl. sněm račiž zemskému výboru uložiti, aby u vážnou poradu vzal otázku, zda-li by nebylo lze, ústav tento organisovati spůsobem, Čímž by se větších výloh uspořilo a při tom přece těchže anebo ještě lepších úspěchů docílilo, i aby o tom v nejblíže příštím zasedání sněmu podal zprávu." Sl. sněm pak k tomu návrhu přistoupil.

Boku 1864 zemský výbor nepodal žádné zprávy, a J. Exc. nejvyšší maršálek zodpověděl interpelaci posl. p. Žeithammera v ten smysl, že jednání stranu organisací, vyhledávající rozsáhlých vyšetřování, hlavně s ohledem zařízení c. k. místodržitelstvím navrženého, ústředního statistického bureau pro království České není ještě ukončeno, že však zpráva předložena bude, jakmile jednání ukončení dojde.

Vzhledem k tomu, že z doby prvního usnešení sněmu uplynuly již tři léta a dosud zpráva žádná předložena není, obracejí se podepsaní k Jeho Excelencí nejvyššímu maršálkovi s dotazem:

1. Nejsou-li po třech letech jednání a vyšetřování v zmíněné záležitosti dokončeny?

2. Kdy zemský výbor bude s to, aby podal sl. sněmu o tom zprávu, jemu již v sezení Českého sněmu z 19. března 1863 uloženou?

V Praze, dne 18. ledna 1866.

O. Zeithammer.

Dr. Kralert, Ant. Schmidt, Voith, Dr. Josef Frič, Dr. K. Tomíček, Jos. Macháček, Dvořák, Dr. Škarda, Zelený, Jak. Jindra, Pour, Kratochvíle, K. Sladkovský, V. Seidl, Ferd. Urbánek, Dr. Podlipský, Vojta Fingerhut, Em. Tonner, Platzer, Krouský, V. Kratochvil, Dr. Čížek, Dr. Gabriel, Šembera, Dr. Klaudy, AI. Oliva, M. Havelka, Dr. Prachenský, Řezáč, Daneš, Josef Zikmund, Ant. Majer, J. Götzl, Dr. Šícha, Jiránek Josef, Mayersbach, Dr. Kodym, Jílek, Vojáček, Dr Schovánek, K. Faber, Slavík, Zátka, W. Tomek.

Nejvyšší zemský maršálek: K této interpelací odpovídám takto:

Slavný sněm, radiv se v zasedání 1863 o vydáních, jež byl zemský výbor učinil mimo rozpočet schválený, nařídil výboru zemskému, aby vzal v poradu, zda-li by nebylo lze, ústav ústředního výboru pro statistiku hospodářství a lesnictví v Čechách organisovati spůsobem, jímž by se větších výloh uspořilo, a při tom předce těchže aneb ještě lepších úspěchů docílilo a o takové k úspěchům směřující organisací aby podal zprávu.

Zemskému výboru bylo spolu uloženo, aby při poradách o této organisací taktéž přihlížel k tomu, zdaliž a pokud by obce jak podle obecního řádu zřízeny budou, nedaly se použíti co orgány obmyšleného ústavu zemského.

Zemský výbor zajisté v pilný přetřes vzal tuto organisační otázku a brzy shledal, že, zřídí-li se statistické bureau co ústav zemský, zapotřebí bude ještě většího nákladu, než-li jaký posud stál, a že se dosavádní náklad a příplatek z fondu zemského vůbec zmírniti nedá, jelikož z větší časti věnován jest na vydávání spisů a prací tohoto bureau vždy větších rozměrů nabývajících.

Taktéž leží na bíledni, že nařízené uvažování toho, pokud by podle nového obecn. zřízení, teprv nedávno v platnost uvedeného obce samy daly se používati co orgány k vyšetřování a sbíráuí dat statistických, nemohlo se s povinnou důkladností a všestranností provesti, pokud zřízení obecní nebylo ustáleno a v účinkách svých poněkud známo.

Z ohledů těchto neodvolávajíc se ani k tomu, že slavná vláda, za novějších časů opětně projevila úmysl svůj v tom směru, že sama chce zaříditi statistické bureau pro orbu a zeměvzdělání, o čemž posud se vyjednává — měl výbor zemský vůbec za to, že nemoha navrhovati úspornější zařízení ústavu tohoto, a zaměstnán jsa důležitými a především nutnými orga-nisacemi úřednictva zemského vůbec, a úřednictva při hypoteční bance, ponechal sobě vypracování statutu statistického bureau, až by bylo obecní zřízení v skutek uvedeno, a tudy možno uvážiti, pokud lze obce neb snad ještě s větším prospěchem okresního zastupitelstva užíti v příčině té.

Neopomine tudy přihlédna i k ústavům cizozemským podobného druhu a směru v nejblíže příštím zasedání sl. sněmu o tom učiniti definitivní předlohu.

Ich bitte nachstehende Kommissionsberathungen zur Kenntniß zu nehmen:

Die Schulkommission: Montag den 29. Jänner, 10 Uhr Vormittag.

Die Kommission zur Berathung des Fischereigesetzes: Sonntag. 11 Uhr Vormittag.

Die Kommission zur Revision der Wahlordnung: Mittwoch, 9 Uhr Vormittag.

Die Budget-Kommission: Montag Vormittag 9 Uhr.

Tagesordnung: Nachträge zum Landesfonde.

Die Kommission für das Armengesetz: Montag um 5 1/2 Uhr Abends.

Die Kommission zur Regelung des Beamtenť status: Dienstag Abends um 5 Uhr.

Tagesordnung: Technischer Baudienst.

Die Universitäts-Kommission: Dienstag 6 Uhr Nachmittag.

Die Grundbuchsordnungs-Kommission, welche

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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

bereits auch für Sonntag 10 Uhr zur Sitzung eingeladen ist, wird weiter zur Sitzung eingeladen für Dienstag Vormittag 9 Uhr.

Die Kommission für die polit. Bezirlseintheilung: Dienstag 10 Uhr. Wir übergehen zur Tagesordnung:

Zunächst sind die Berichte der Petitions-Kommission. Ich ersuche den Herrn Referenten FürstI heraufzukommen.

Der erste Gegenstand ist die Petition des Vereins für Maulbeerbaum- und Seidenzucht.

Abg. Ref. Fürstl liest:

Hoher Landtag des Königreiches Böhmen!

Der ehrfurchtsvoll gefertigte Verein hatte unterm 1. Oktober l. I. eine Petition um Ertheilung einer Geldsubvention bei dem hohen Landesausschusse einzubringen sich erlaubt, und waget hiemit wiederholt um hochgeneigte Gewährung dieses Anliegens und Würdigung der hierfälligen Motive ergebenst zu bitten,

Blicken wir zurück in die Geschichte des vaterländischen Seidenbaues, so datirt sich dessen Aufschwung aus der glorreichen Regierungszeit Maria Theresias, und daß damals dieser Kulturzweig einen so raschen Eingang beim Volke gefunden, ist wesentlich den reichlichen Prämien zuzuschreiben, welche den einzelnen Maulbeerbaum- und Seidenzüchtern zu Theil geworden sind. So erhielten dieselben z. B. für jede durch 3 Jahre gepflegte Maulbeer-ťstanze 6 kr. und für die Erzeugung von je 5 Pfd. Kokons einen Gulden als Prämie, die für die da-maligen Zeitverhältnisse als eine namhafte zu bezeichnen ist.

Der hochachtungsvoll gefertigte Verein, dem so sehr an einer baldigen, zahlreichen Verbreitung der Maulbeerplantagen, in allen hiezugeeigneten Gegenden des Landes (und es sind dieß nach den gemachten Erfahrungen die meisten) gelegen sein muß, fühlt es in seinem Berufe alle wirkungsvollen Ermunterungsmittel anzuwenden, zu welch löblichem Zwecke die erwähnte Prämirungsrichtung mit in erster Linie zu zählen ist, aber des geringen Vereinsfondes wegen, nicht mit dem gewünschten Effekte gehandhabt werden kann. Statutengemäß hat der Verein in seinem Organismus in den meisten Kreisen des Landes Vermittelungspersonen "Bezirksleiter," welche den Verein ausgiebig unterstützen, welche Mitwirkung sich aber in manchen Fällen resultatreicher gestalten würde, wenn das Vereinsdirektorium in der Lage wäre, den Bezirksleitern, kleine Dotationen behufs sachdienlicher Verwendung unter unbemittelte oder strebsame Maulbeerbaum- und Seidenzüchter zur Verfügung zu stellen.

Nicht minder wohlthätig würden sich z. B. auch unmittelbar vom Vereine geeigneten Personen zu bewilligenden Geldvorschüsse vor Eröffnung der Campagne erweisen, wenn der arme Mann im Besitze des kleinen Betriebskapitals durch Zuthun seiner Arbeit eine Kokonserndte erzielt, deren Werth einen immerhin nennenswerthen Reinertrag abwirft. Die Kokonsproduktion ist hauptsächlich eine Industrie der unbemittelten Klaffen, und es soll dahin getrachtet werden, solchen Anfängern, die unter schwierigen, mithin auch kostspieligen Produktions-Umständen arbetten, durch direkte Geldunterstützungen, oder unter dem Titte! der Prämien oder Preise, gewisse materiellen Vortheile zukommen zu lassen.

Die Herausgabe der periodischen Druckschriften "Hedbávnické noviny" und "Seidenbauzeitung" zweier selbständigen Fachjournale, erachtet der ergebenst gefertigte Verein, als einen bewährten Faktor zur gesicherten Realisirung der Seidenkultursbestrebungen in Böhmen. Die im Interesse der guten Sache richtig erfaßte Tendenz dieser Blätter erfreut sich allenthalben des besten Anklanges, namentlich hat sich auch das h. k. k. Volkswirthschafts-Ministerium hierüber anerkennend ausgesprochen. Zur Emöglichung einer thunlichst weiten Verbreitung ist der Pränumerationspreis ein äußerst niedriger, und trotzdem, daß die meisten Redaktions- und Administrationsarbeiten unentgeltlich besorgt werden, muß die Vereinskassa die Abgänge des Zeitungskostenaufwandes decken.

Fern allen bureaukratischen Formen ist der Geschäftsverkehr mit den h. Behörden und Aemtern, mit Parteien, mit Schwestervereinen und sonstigen fachverwandten Organen ein derartig ausgebreiteter, daß an die Seite des vielfach in Anspruch genommenen Geschäftsleiters die Bestellung eines besonderen Kanzleiindividuums nothwendig erscheint; denn die Vereinsfunktionäre werden durch die Leitung der Finanzangelegenheiten, durch Aufsicht der Plantagen, durch Inspektion in den Raupereien und durch die fortschreitende Entfaltung des Vereinslebens selbst in hohem Masse in Anspruch genommen. Wenn man weiters erwägt, daß der Verein mit der Idee umgeht. zur Errichtung einer Seidenbauschule zur ins Lebenrufung von Haspelanstalten und Musterfilatorien die Initiative zu ergreifen und welch Mitwirkung an der Realistrung dem Vereine immer gewisse Geldopfer abverlangen wird, so dürfte ein h. Landtag des Königreiches Böhmen gewiß der unvorgreiflichen Ansicht beitreten, daß die Bewilligung einer entsprechenden Subvention gewiß zu den produktivsten Auslagen im Interesse der Landeskultur, beziehungsweise ihres jüngsten entwicklungsfähigen Zweiges, der Seidenindustrie, beigezählt werden kann.

Man beabsichtiget ferner im Vereine das als befruchtend sich erweisende Prinzip der Wanderversammlungen einzuführen, wodurch sich die Vereinsregie ebenfalls höher gestaltet; endlich wäre es auch sehr wünschenswerth, daß die Kanzleilokalitäten, die eines sehr lebhaftenden Zuspruches aus allen Klassen der Bevölkerung sich erfreuen, erweitert, für die Bibliothek und die verschiedenen Musterobjekte, ferner zur Abhaltung von Ausschuß, und Komitesitzungen adoptirt werden möchten.

Wohl liefert das Erzeugunasquantum an Kokons noch keine imposanten statistischen Daten; ein


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großer Schritt nach, Vorwärts ist jedoch geschehen, nach Millionen zählen wir bereits Maulbeerbäume im Böhmerlande; kaum ein halbes Jahrzehent wird vergehen und sie werden eine solche Masse Rohstoff für die Seidenerzeugung, für die Schaffung neuer Güterwerte liefern, welch letztere in der großen Bil-lanz des Nationalvermögens nicht zu den kleinsten Posten gezählt werden dürften.

Angesichts dieser Sachlage glaubt der ergebenst gefertigte Verein wiederholt die Bitte vortragen zu dürfen, ein hoher Landtag des Königreiches Böhmen geruhe in hochgeneigter Würdigung der entwickelten Motive dem böhm. Vereine für Maulbeerbaum- und Seidenzucht in Prag eine von der gerechten Ein-sicht der hohen Landesvertretung zu bestimmende Subvention aus Landesmitteln vom Jahre 1866 an huldvollst zu bewilligen.

Vom Präsidium und Ausschusse des böhm. Seidenbauvereins.

Prag am I. Dezember 1865.

I. Klinger m. p. Alois Psstroß m. p.

t. k. Statth.-Rath, Ausschuß- Vicepräsident.

Mitglied.

Alois Psstros m. p.

Viceprasident.

Erben m. p. Ferdinand Hiller m. p.

Ausschußmitglied. Vereinsgeschäftsleiter.

Ferdinand piller m. p.

Vereinsgeschaftslereiter.

Ferdinand Frecher von Haeke m. p.

Rittmeister.

Gustav Zillich m. p.

Jac. Edler v.Ehiusole m.p.

F. Koniček m. p. I. Hübner.

Josef Ranert m. p. I. Rangheri.

A. C.....

Jos. Kramař m. p.

In Erwägung, daß der Seidenbau möglicher Weise eine Zukunft haben könnte, das vorgelegte Material aber nicht genügenden Aufschluß bietet: glaubt der Petitionsausschuß den Gegenstand für wichtig genug halten zu können, um durch den Landesausschuß genauer eingehende Erhebungen wünschen zu müssen, und schlägt vor, der hohe Landtag wolle diesen Gegenstand dem Landesausschusse zur eingehenden Begutachtung und Berichterstattung überweisen.

Fürst Schwarzenberg m. p.

Komise navrhuje: Slavný sněme rač před-mět tento přikázati výboru zemskému, aby jej důkladně v poradu vzal a o něm zprávu podal.

Oberstlandmarschall: Herr Abgeordneter Hödel!

Abgeordneter Hödel: Hoher Landtag!

Da mich der vaterländische Verein für Maulbeer und Seidenzucht in Prag mit der Vorlage seiner Petition betraut hat, sei es mir gestattet, daß ich mit einigen Worten als Mitglied und Bezirksleiter dieses Vereines die Nützlichkeit und Ersprießlichkeit einer Subvention an diesen Verein darthue.

Daß man bisher mehr Voreingenommenen als Freunden und Gönnern der Maulbeerbaum- und Seidenzucht begegnet, ist mir leider sehr wohl bekannt; denn wie Alles Neue noch nicht Dagewesene findet auch er mehr Ungläubige als Gläubige und man will nicht glauben, daß in unserem Klima die Seidenraupenzucht möglich wäre, und sieht sie daher bloß als eine Spielerei an. So kam es auch, daß diese Produktion, die zum Frommen für Arm und Reich dient, lohnende Arbeit und Verdienst weiter verbreitet, den Oekonomen, ärmeren Familien, Webern und Färbern und anderen Händlern Brot und Verdienst bringt, durch eine längere Folgezeit sich bei uns eingebürgert und von einzelnen Männern betrieben wurde, die sich dafür verwendeten. Man wendet auch ein. daß der Maulbeerbaum nicht überall in Böhmen wachsen und gedeihen könne und werde.

Aber auch der Hopfen und der Wein wächst nicht in ganz Böhmen und dennoch, wird es Niemanden einfallen, darauf anzutragen, daß der Hopfenbau in Saaz und der Weinbau in Melnik darum, weil er nicht im ganzen Lande möglich ist, aufge-lassen werde.

Daß der aklimat isirte Maulbeerbaum und Strauch in Mehr als drei Viertheilen unseres Vaterlandes gut fortkommen und gedeihen wird, davon ist man vollständig überzeugt. Ebenfalls auch ich; denn ich habe im Jahre 1853 in Wolin, welches schon ziemlich hoch am Fuß des Böhmerwaldes liegt, Maulbeerbäume ausgesetzt, und es sind jene, die an so zusagende erdreiche Stellen kamen, prächtige Exemplare geworden. Da überall, wo Maulbeerlaub erzielt wird. die Seidenraupenzucht unbedingt einzuführen möglich ist und gedeihen muß, so folgt daraus, daß Böhmen berufen ist, hier noch großes zu leisten.

Da der Maulbeerb aum gewöhnlich erst mit Ende Mai Blätter treibt, so ist es erst damals Zeit, Raupeneier zum Brüten auszulegen. Die Seidenraupen bewegen sich am liebsten innerhalb einer Temperatur von 16—l8 Grad Réaumure; größere Wärme macht sie träge.

Nun meine Herren, so viel Wärme hat wohl der Monat Juni bei uns; denn das Leben der Raupe dauert nur Wochen, von Ende Mai bis Anfang Juli. Wenn die Herren Oekonomen Böhmens, so weit es thunlich ist, ihre Gärten, Wiesen und saftreiche Feldränder mit Maulbeerbäumen bepflanzen, Strassen, Wege und aufgeschwemmte Fluhländer mit Maulbeerbäumen, aussehen würden, so wäre dadurch dem Feldbau gar kein wesentlicher Abbruch gethan und es würde eine Masse Laub erzielt, welches zur Folge hätte, daß sich Tausende arme Familien mit der Zucht der Seidenraupe befassen könnten.

Die Menge der erzielten Kokons würde eine Menge Hasplerinen unterhalten; der Stoff den Webern, Färbern u. s. w. Verdienst bringen, und so nach und nach würde nicht allein dem Abfluß edler Metalle eine Grenze gesetzt, die jetzt unaufhaltsamaus dem Lande gehen, sondern in nicht ferner Zeit würde sich der Fluß umkehren und zwar darum, weil dann im Lande Seide gebaut würde und wir für unseren Ueberfluß edles Metall zurückbegehren können; denn meine Herren! die Seide ist ein Artikel des Welthandels.

Ich bin im Jahre 1863 Mitglied des Vereines


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geworden, und bald darauf zum Bezirksleiter des Bezirkes Wolín ernannt worden, und da habe ich mich persönlich mit aller Umsicht der Seidenraupen-zucht unterzogen und habe sie auch in den letzten zwei Sommern durchgeführt, und ich kann sagen, mit bestem Erfolg.

Ich kann daher mit gutem Gewissen Jedermann versichern, daß, sobald kein Verstoß gegen die Natur gemacht wird, die Seidenraupenzucht hierlands vom besten Erfolge gekrönt weiden wird. Wohl wächst das Maulbeerlaub in den südlichen Ländern schneller, bei uns ist es dafür jedoch kompakter, seidenstossreicher. Zum Beweis dessen diene der Umstand, daß dort von 13-14 Pfund Kokons erst 1 Pfund Roh-seide, und bei uns aus 10—11 Pfund Kokons 1 Pfund Rohseide gewonnen wird.

Daß unsere Seide auch schön ist, erlaube ich mir meine Herren mit einer Probe von meiner letztjährigen Zucht nachzuweisen; die ich auf den Tisch des Hauses gelegt habe.

Meine Herren! auch die Erdäpfeln kamen über Meer und Land zu uns und wurden mit Mißtrauen betlachtet, und muhten sogar theilweise mit Zwang eingeführt werden, und doch gibt es heute vielleicht keinen einzigen weder größern noch kleinern Grundbesitzer in Böhmen, der sie nicht freiwillig pflanzen würde. Arm ist das Land, das nur Rohprodukte erzeugt; dagegen wird es reich, wenn man mit der Rohproduktion die Industrie verbindet. Suchen wir daher nach solchen Faktoren, meine Herren, Seide ist ein solcher Faktor; denn sie bringt Arbeit und Verdienst in alle Schickten der Bevölkerung; jedoch nicht mit der vergrößerten Seidenproduktion müssen wir anfangen, denn es würde zum Gegentheil führen von dem, was wir wollen. Bei dem Blattmangel mühte jedes Unternehmen fehlschlagen. Aber wir müssen mit allem Fleiße den Anbau des Maulbeerbaumssamens befördern. Hiezu können am frühesten unsere hochgebornen Herrn Großgrundbesitzer und dann auch einige der besser arondirten Gemeinden beitragen, denn dieselben haben ohnehin Gärten und sind auch um Gartengrund nicht verlegen. Der Anbau des Samens erfordert im ersten Jahre große Aufmerksamkeit und großen Fleiß, und auf diese Art könnten nicht allein für ausgedehnte Ländereien Maulbeerbäume und Sträuche erzielt werden, sondern auch die kleinern Grundbesitzer könnten sich demselben mit großer Entlohnung widmen, und Maulbeersamen ein pflanzen. Jedoch ich könnte aus Erfahrung sagen, daß auch da gar nichts erzielt werden würde, denn es fehlt gewöhnlich an der nöthigen Obsorge, da sie gerade an solchen Plätzen gepflanzt würden, wo es vorkommen könnte, daß sie die Hausthiere abnagen. In Erwägung des vielseitigen Nutzens, den diese Einführung der Seidenzucht für unser Vaterland haben könnte und würde, empfehle ich dem Landesausschusse diesen Gegenstand zu einer ersprießlichen Austragung.

Oberstlandmarschall: Sie stellen keinen Antrag? Hödel: Nein.

Oberstlandmarschall: Verlangt noch Jemand das Wort?

(Es meldet sich Niemand.)

Da dieß nicht der Fall ist, werde ich zur Ab. stimmung schreiten. Der Kommissionsantrag geht dahin, diese Angelegenheit dem Landesausschuh zu überweisen.

Abg. Ritter v. Peche: Ich bitte ums Wort.

Oberstlandmarschall: Ich habe die Debatte bereits für geschlossen erklärt, kann daher Niemandem mehr das Wort geben. Ich bitte den Antrag noch einmal vorzulesen.

Fürstl: In Erwägung, daß der Seidenbau möglicher Weise eine Zutunkt haben kann, daß das vorgelegte Material aber nicht genügenden Aufschluß bietet, glaubt der Petitionsausschuh den Gegenstand für wichtig genug halten zu können, um durch den Landesausschuh genauere und eingehende Erhebungen wünschen zu müssen, und schlägt vor, der h. Landtag wolle den Gegenstand dem Landesausschusse zur eingehenden Begutachtung und Berichterstattung über-weisen.

Oberstlandmarschall: Ich bitte diejenigen Herren, welche diesem Antrage zustimmen, die Hand aufzuheben.

Abg. Ritter v. Peche: Wir haben eigentlich den Antrag der Petitionskommission nicht gekannt.

(Heiterkeit).

Oberstlandmaischall: Er ist vorgelesen worden.

Der Antrag ist angenommen.

Der nächste Gegenstand ist das Unterstützungs-gesuch der Abbrändler in Schwihau.

(Rufe: E. Exc. es ist noch nicht abgestimmt).

Oberstlandmarschall: Bitte noch einmal abzustimmen.

Diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, bitte ich die Hand aufzuheben.

(Majorität).

Der Antrag ist angenommen.

Poslanec Fürstl čte:

Č. 79. Veleslavný sněme království Českého!

Neštěstí, jež 22. července t. r. potkalo město Švihov v Klatovsku, bylo ve veřejných listech dost obšírně vypsáno. Některé ale okolnosti, které bídu pohořelých Švihovských ještě utužily, a u mnohých snad nezhojitedlnou učinily, byly jen povrchně podotknuty.

Z těchto nejpřednější jest všeobecná schud-lost obyvatelů Švihovských od mnoha let následkem přílišného dělení pozemků, kteréžto rozdrobování i prázdné domky zasáhlo, v nichž každá světnice svého majitele má. Mezi 150 usedlostmi sotva 20 se nalézá, jichž výměr polností i s Inkami 10 jiter přesahuje, ostatní mají naskrze mnohem méně až i na půl jitra. Nad to ve Švihové žádného průmyslného závodu nestává a odtud pochází neustálé stěhování Švihovských do Ameriky a koždoročné putováni na práci k Vídni.


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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

Chtěl-li by pak některý rolník odprodáním části svého pozemku aneb výpujčkou sobě pomoci, nenalezá pro všeobecnou tíseň penéžnou kupce a tím méně věřitele. Obec Švihovská sama následkem stavby nové radnice do dluhů zabředla a tudy nelze jí svým občanům nějakou pomoc poskytnouti.

Ač pohořelí znamenitou pomoc na dříví stavebním obdrželi, a na penězích až posud 13,000 zlatých pro ně sebráno a mezi ně poměrné rozděleno bylo: nepostačuje to vše, aby zaplatili ostatní stavivo a práci řemeslnickou; a tak sobě ještě k ostatním potřebným budovám pomohli; neboť toliko třetina ze 131 shořelých stavení byla úhrnkem as na 30,000 zl. pojištěna, kdežto veškerá škoda od znalců na 300.000 zl. odhadnuta byla. Tím spůsobem v zimě pohořelým ještě krutější bída nastává.

Tyto důvody přiměly nížepodepsané, na blízku Švihová bydlící poslance, předložiti sl. sněmu království českého snažnou žádost, aby ráčil pohořelým Švihovským nějakou podporu z fondu zemského pro jich skutečnou potřebu blahosklonně uděliti.

V Praze dne 16. prosince 1863.

Alois Matoušoyský,

poslanec okr. Klatovského, Plánického a Nýřského.

Vácslav Seidl,

poslanec král. měst Klatov a Domažlic.

Petiční komise na tuto žádost navrhuje: Vzhledem, že již v pádu pohořelých Kynžvartských principielně se uznalo, že zemský fond s takovými subvencemi nemá. se slabit, a vzhledem, že uznalá pomoc stavebním dřívím a na penězích dosti zhlídná jest: petiční komise nemá za to, žádost stranou pohořelých města Švihova podporovat a navrhuje, slavný sněm račiž přes tuto peticí přejíti na denní pořádek.

Die Petitionskommission erachtet die Petition der Abbrändler der Stadt Schwihan nicht unterstützen zu sollen und beantragt: der hohe Landtag wolle über dieselbe zur Tagesordnung übergehen.

Oberstlandmarschall: H.P. Matoušovský.

P. Matoušovský: Jsem si dobře vědom, jak těžká to úloha, zastávat věc, napřed již odsouzenou a tak řka propadlou; ale nic méně musím se té úloze podrobit, abych se přiznal ku svému vlastnímu dítku.

Žádost tuto jsem sestavil spolu s váženým p. kolegou Seidlem, podepsal a slavnému zemskému výboru podal, a když tu byla odmítnuta, ještě jsem se vynasnažil, aby celému slavnému sněmu předložena býti mohla.

Kdybych nyní věc tuto mlčením pominul, mohl by mi to každý vytýkat. Umím oceniti zásadu, kterou se řídil sl. výbor zemský, a kterou při podobném rokování uznal celý sněm, že totiž zemský fond není určen k tomu, aby dával podpory pohořelým, neb krupobitím aneb jinou živelni nehodou do škody upadlým; vím též, že sl. sněm při vší útrpnosti k jednotlivcům chce být spravedlivým ku všem; (nepokoj) a proto oceňuji dobře tyto zásady. Však ale ze skušenosti a dějepisu také vím, že kromobyčejné události také výminky od všeobecné zásady dovolují, a že kdyby se při takovýchto neobyčejných událostech výminka učinila, za bezpráví by to pokládáno nebylo. Za takovou kromobyčejnou událosť považuji právě požár ve Švihově.

Já nebudu ukráda t času slavnému sněmu obšírným vypravováním neštěstí toho; to již učinily na mém místě veřejné listy; ale chci důvod toho podati, že Švihov si sám pomoci nemůže.

Příčinou hlavní toho jest, že ve Švihově se provedlo dělení pozemků u míře největší, a přeji sobě, aby příklad tento zůstal v tomto domě v paměti, až se bude jednat o dělení pozemků. Já nejsem příznivcem neobmezeného dělení pozemků, a kdybych se jím státi měl, tak by mne pouhé upamatování na Švihov odstrašilo.

Kdyby se mne dnes někdo tázal, co je větším neštěstím pro Švihov , zdaž onen požár, či ono neobmezené dělení pozemkův: tak bych odpověděl, že pro nynější dobu požár, pro celou budoucnosť však to nekonečné dělení pozemků, které se v nynější době tak tam rozmohlo, že jedině tamnější hraběcí dvůr, fara, mlýn a továrník Kohn mají po větší části pozemků; ostatní jsou naskrze menší majetníci, z nichž největší sotva čítá 15, 12, 10 korců pozemků, většina má pod 10 korců, ostatní po míře, dvou neb třech měrách, na kterých neustále samé brambory sázejí.

Toto nesmírné dělení pozemků napomáhalo rozmnožiti lidnatost, nejen domácím přírůstkem, ale i z venkova.

Když nějaký rolník v některé sousední obci prohospodařil, šel do Švihova a koupil si tam půl domku, — neboť ve Švihově jsou nejen pozemky, ale i domky rozděleny; má-li domek dvě neb tři světnice, má také dva neb tři pány — a nebo pozemek, aby si na něm domek vystavěl.

Právě tato dělitelnost byla příčinou, že rok co rok ze Švihova celé rodiny, aneb aspoň jednotlivé osoby do Ameriky se odstěhovaly.

Osada Česká v Americe v městě Saint Louis dosvědčí, že mnoho osadníků svých rekrutuje ze Švihova.

Tento rok ale se nebudou moci ani do Ameriky odebrat, poněvadž jim prostředky scházejí na cestu.

Kdyby chtěl kdo prodat pozemek, nenajde kupce, a kdyby jej našel, nemá tento hotových peněz, nemůže zaplatit.

Když tuto okolnost uvážíme, vidíme, že kdyby sobě Švihovští i k bytům pomohli, že tím předce bídu a chudobu nevyženou; leč by se


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tam rozsáhlý průmyslný závod umístil. Ovšem, začal závod takový ve Švihově továrník Kohn, zavedl tam ve větší míře koželužskou dílnu, v krátkém čase ale ji přestěhoval do Plzně, a tak jsou opět Švihovští na své malé, rozdrobené pozemky odkázáni.

Abych byl spravedliv, musím říci, že se jim ovšem znamenitá pomoc poskytla, největší jich dobrodinec, který všem dostatek stavebního dříví poskytl, sedí zde v tomto slavném shromáždění; ale i sousední obce dle možnosti a sil ° svých stravou, materiálem a peněžitými příspěvky, které dnešního dne snad již 15.000 zl. dosáhly, pomáhaly.

Avšak, pánové, prosím vás, 15.000 na třikrátstotisíc to je malá náhrada. Řekne-li se mi, že ve Švihově již jest něco domků vystaveno, tu mám tady přehled, kolik jich vyhořelo, kolik jich jest postaveno a kolik jich se má ještě stavět.

Nebudu je počítat, čas jest drahý; tolik ale řeknu, že, kdyby se někdo zeptal, každého tesařského a stavebního mistra, mnoho-li majitelé vystavených domků na ně dluhují, a jak dlouho budou onino muset čekat, než bude dluh zapla-cen; tuťby seznal bídu, jaká se tam nachází. Co již vystavěno jest, jest posud v tak bídném stavu, že ubozí lidé očekávají horečku, neb nějakou jinou nemoc nakážlivou, které se jim každodenně může dostati.

Nedostavených domů jest tam dosud 39, chlévů 19, stodol 14. Vesměs vyhořelých jest 131 domů, 39 stodol a 100 chlévů.

Já jsem pravil, že tato událost připadla také v Čase kromobyčejném, a nazývám jej proto kromobyčejným, poněvadž všichni, kteří zde jsme, a rolnictvím se zabýváme, uznáváme, že loňský rok byl pro hospodáře kromobyčejným, a bude-li letošní lepší, jest veliká otázka.

Já naopak se obávám, že sotva seženeme peníze, abychom daně a poplatky zaplatili.

Tyto důvody vedly mne k tomu, abych se s váženým p. kolegou Seidlem Švihovských ujal, a mám za to, že slavný sněm nebude mi to za neslušné, tím méně za zlé pokládat.

Ať vypadne rozhodnutí slavného sněmu tak neb jinak, příznivě aneb opáčně, já alespoň si budu moci dáti svědectví, že jsem jim chtěl nějakou pomoc opatřiti, a že jsem učinil aspoň to, co praví přísloví: Etsi desint vires tamen laudanda voluntas.

Abych zvláštní návrh učinil, skoro se ani neopovažuji, neboť jsem prosící, a zdálo by se, že, když prosící poroučí, se mu nemá nic dát. Proto ponechávám úkol návrhu ku podpoře Švihovských učiniti, jinému ctěnému členu tohoto sněmu, který na žádosti podepsán není, a mám za to, že se někdo najde, kdož by nějakou částku navrhl z oné sumy v našem budžetu, která tam pro nepředvídané příhody v položce sedmé vyměřena jest.

Biskup Jirsík: Nejen povinnost mne k tomu povzbuzuje, abych co biskup se ujal ubohých vyhořelých, nýbrž i srdce mne k tomu ponouká, abych slavný sněm na to upozornil, jaké strašné neštěstí ony ubohé potkalo.

Já stvrzuji vše, co pan farář přede mnou byl řekl, vše to jest pravda pravdoucí, zde jest příčina docela neobyčejná, a jako každá zásada má svou výminku, tak zajisté tyto okolnosti jsou takové, že by nějaké výminky požadovaly.

Já ctím zásadu tu, kterou vyslovil slavný sněm, ale chci se nadíti, že slavný sněm v takových okolnosteeh pro tentokráte od ní odstoupí, když uváží, jaké strašné neštěstí to bylo, které potkalo tak chudou obec.

Důvěrnými zraky pohlíží venkovský lid k slav. sněmu, skládaje veň vší naději, že když je nejhůř, slavný sněm pomůže. Když by ale slyšel a slyší skutečně, že slavný sněm vydává tisíce a tisíce na obrazy a jiné a jiné věci a když by se mu řeklo "pro tebe lide nemáme žádné pomoci," nevím jaké pocity by srdce jeho naplnily.

Já tedy sl. sněm snažně žádám, aby alespoň zde učinil nějakou výminku; 300.000 zlat. jest škody, a všecky sbírky, které se učinily v příčině této, nevynesly nic nežli něco přes 13000. — V jakých poměrech to ubohé městečko se nachází, právě jadrně vysvětlil pan farář Matoušovský; v tomto městečku není pomoci; samo sobě nepomůže, pakli od jinud výdatná pomoc mu nepřijde.

Já bych si dovolil učiniti ten návrh, aby aspoň nějakou částečku slavný sněm těmto ubohým ráčil propůjčiti; byť by to i nebylo mnoho, bude to ubohé městečko potěšeno i tím dárkem, který se mu podá s tohoto místa, kdyby to bylo tisíc, dva tisíce zlatých.

Já myslím, že tím pokladnice zemská neschudne, když jenom na jiných stranách dobře hospodařeno bude. Opět a opět snažně prosím, ve jménu těch ubohých pohořelců, aby slavný sněm ze svého dobrého srdce nějakým dárkem přispěl.

Oberstlandmarschall: Ich bitte, mir den Antrag dann zu übergeben; wenigstens die Ziffer. Der Herr Abg. Seidl hat das Wort.

Posl. Václav Seidl: Mam za svou povinnost, v této věci také k slavnému sněmu několik slov promluviti.

Já nejsem vázán tím, jak jsem hlasoval předešle; poněvadž jsem předešle také hlasoval pro kynžvartské, aby se jim pomoc poskytla. Myslím ale, že i všickni ostatní vážení členové této sněmovny nejsou vázáni tím votum, které předešle se stalo, poněvadž případ jest docela jiný, než-li byl předešlý.

Předešle žádalo město Kynžvart, aby se mu


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učinila značná půjčka, teď ale žádáme my vespolek, aby ze zemského fondu nějaká podpora se poskytla. Na takové podpory je pamatováno v zemském budžetu pod čís. VII. písm. n při zemském fondu, tam stojí výslovně, že se na nepředvídané případy nouze a pohrom vykazuje 6000 zl. na rok 1866. Je tedy možno, že ze zemského fondu podpory dávány býti mohou a není tedy na prosto platná zásada, že zemský fond není k tomu ustanoven, aby v jistých případech takové podpory neposkytoval.

Pravilo se sice, že má se podpora poskytnout jen tehdáž, když pohroma je tak velká, že zasahuje celou krajinu.

Myslím, že ten případ je v městě Švihově, poněvadž nemohu si myslet, jaká by mohla být větší pohroma, nežli ta, když z městečka, které čítá 180 čísel, 131 čísel vyhoří. Chudoba městečka je tak velká, že z pohořelých pouze 30 bylo pojištěno; není se také co obávat toho pří-padu, o kterém pověst jde, že v některých místech se stávají ohně a požáry takřka na špekulací; — že se dali majetníci v hojné míře pojistiti, a pak že se stane náhle požár a tím že si pomohou k lepším stavením.

To ale ve Švihově není; tam je tak veliká chudoba a nemajetnost, že nejsou ani v stavu, aby se pojistili. Pravilo se také při předešlé debatě, že nejdříve jsou povolány nižší kruhy k tomu, aby pomohly při takovém neštěstí, a ukázalo se na to, že by nejpředněji okresy samy mohly se postarat o pomoc; tu pánové, mohu na své svědomí tvrditi, před slavnou sněmovnou, že jsme se postarali, co je možno v okresu našem, aby se ulevilo tomu neštěstí; to se v hojné míře stalo.

Mám za svou povinost, abych se také dotknul toho samého, co již vážený spoluposlanec pan P. Matoušovský podotkoul, že v řadě dobrodinců skvěje se jméno hraběte Černína na prvním místě.

Pan hrabě Černín poskytnul tomu městečku takovou pomoc, že se to počítá na 10.000 zlat. Město Klatovy, které čest mám na tomto sněmu zastupovati, pro sebe co obec 100 zlat., měšťané pak poskytli pomoci 500 zlat., kromě ostatní podpory; městečko Chudenice hned v prvním okamžení uložila si daň a složila po 5% z přímé daně pro ubohé Švihovské.

To, myslím, jsou příklady, že se v okresu stalo, co jen možná bylo.

My dva, totiž pan spoluposlanec P. Matoušovský a já jsme spolučlenové okresního výboru a zastupitelstva okresu klatovského a můžeme tvrditi, že nejsme v stavu, abychom v okresním zastupitelstvu návrhli nějakou přirážku k daním, aby se Švihovským mohlo pomoci. U nás vynáší daň přímá na jednu hlavu skoro 4 zl. Račiž tedy slavná sněmovna uvážiti, jest-li možno, abychom ještě přirážku dávali v okresu, a kdybychom ji dávali, byli by stížení těmi přirážkami nejvíce právě ti dobrodincové, kteří již nejvíce na Švihovské přispěli.

Kdybychom větší přirážku uložili v okresu, jistě že by nedosáhla nejmenšího dílu toho, co již pan hrabě Černín ubohým Švihovským poskytl. Pan hrabě jistě jest v stavu, aby větší přirážku zaplatil, ale my musíme uznati, že by bylo velmi nespravedlivé a neslušné, abychom žádali ještě více.

Prosím tedy, aby se vzal na Švihovské zřetel, a aby z té položky 6000 zl., která jest položena v budžetu zemském, čásť, kterou sl. sněm uzná, Švihovským se poskytla. Ještě konečně musím připomenouti, že zemská přirážka obnáší 151/2 krejcarů, kdybychom žádné pomoci Švihovským neposkytli, mohli by právem říci, když tedy potřebujete, abychom daň platili, tu nás umíte nalézti, ale když nás stíhaly tak velké pohromy, nemohli jste pro nás žádné pomoci nalézti.

Šetření jest velmi dobrá věc, my jistě budeme, když se to nalezne zapotřebí, šetřiti; zde ale nebylo by to na pravém místě, proto žádám slavný sněm, aby vzal na naši snažnou žádost nějaký zřetel, a povolil z položky ustanovené v budžetu nějakou čásť na úlevu bídy Švihovských.

Oberstlandmarschall: H. Gr. Fr. Thun!

Gr. Fr. Thun: Ich habe mich eigentlich nur zum Worte gemeldet, um gegen eine Bemerkung zu sprechen,die der geehrte Hr. Bischof von Budweis in der Motivirung, bezüglich des Antrages hat fallen lassen. (Rufe: Laut!)

So viel ich verstanden habe, hat der geehrte Bischof darauf aufmerksam gemacht, was das Landvolk dazu sagen werde, wenn wir für Kunst und Bilder Tausende hinauswerfen und ähnliche Gegenstände nicht berücksichtigen. Ich glaube nicht darauf hindeuten zu sollen, daß die Kunst ein Kulturelement ist, dessen Förderung wie die Förderung der Wissenť schaft auf das ganze Volk und das ganze Land zurückwirkt (Bravo links): ich glaube, nur hervorheben zu sollen, daß, soviel mir bekannt ist, der Landtag bisher für die Kunst nur äußerst wenig gethan hat, (Sehr wahr) und nur in solchen Fällen, wo dasjenige, um das es sich handelte, nicht nur die Kunst allein betraf, sondern zu dem Vaterlande, und zur Ehre desselben in sehr enger Verbindung stand. (Bravo; sehr gut). Für die Kunst im engeren Sinne (Rufe: Hollar) ist nur die Summe ausgegeben worden, die für die Anschaffung der Hollar'schen Kupferstiche verwendet worden ist. Ich glaube, da wahr vielleicht mehr als das Motiv der Förderung der Kunst noch wohl das Motiv die Ehre, die einem heimischen Künstler, einem gebornen Böhmen gebührt, entscheidend. Sonst wusste ich nicht, was für die Kunst gethan worden wäre, als etwa das, was zur Unterstützung des Dombauvereines, zur Restaurirung und zum Ausbau des St. Veith-Domes beigetragen wird, und was jetzt für Karlstein in Aussicht

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gestellt ist. Veide, sowohl die Erhaltung und Re-staurirung des St. Veits-Domes als auch jene der Burg Karlstein sind aber Angelegenheiten, welche gewisser Massen die Ehre des ganzen Landes in Anspruch nehmen, (Bravo), und ich glaube in die-ser Beziehung waren vielleicht die künstlerischen Motive bei der Mehrzahl der abstimmenden Herren nicht die Hauptsache, sondern die Sorge für die Ehre des Landes. Ich erlaube mir aber doch auch noch einige Worte beizufügen in Bezug auf den Fall, der eben vorliegt. Es ist immer eine überaus schwere Sache gegen den Antrag zu sprechen, der gewisser Massen unser Herz, unser ganzes Gefühl in Anspruch nimmt. Mir ist es nach meiner Individualität vielleicht noch schwerer gegen solche Anträge zu sprechen, als manchen anderen Personen. (Sehr wahr). Ich möchte aber doch auf eine Außerung aufmerksam machen, die von einem sehr geehrten Redner dieses Hauses vor Kurzem gemacht worden ist, nämlich auf die Außerung: Wir sollen keine Gefühlspolitik treiben! Ich glaube meine Herren, in allen solchen Fällen müssen wir uns die Konsequen-zen der zu faßenden Beschlüsse vorhalten. Wenn wir uns in ähnliche Unterstützung, wie die für Schwi-hau beantragte, einlassen so glaube ich, wird das, ein Präjudiz sein, das für sehr viele künstige Fälle eben auch Unterstützungen zur Folge haben wird. (Sehr wahr). Ich mache nur noch darauf aufmerksam, daß wenn wir im solchen Falle eine Unterstützung, und zwar im Verhältnisse zur Sache eine bedeutende Unterstützung gewähren, — denn eine unbedeutende Unterstützung würde nichts nützen, — so würde darin sogar eine Ungerechtigkeit gegen diejenigen liegen, die wir in ganz ähnlichen Fällen bereits abgewiesen haben. (Sehr war). Ich weise nur auf Königswart hin; es waren dieselben Gründe, die überhaupt in ähnlichen Fällen gegen Unterstützungen von Landeswegen sprechen, welche uns damals bestimmt haben. Ich gestehe, so schwer mir es auch fällt, dieselben Gründe werden mich auch dießmal bei meiner Ab stimmung leiten. (Bravo).

Bischof Jirsik: Ich muß dem verehrten H. Vorredner gegenüber bemerken, daß ich weit entfeint war, der Kunst, die ich auch hochschätze und bei jeder Gelegenheit, die sich mir darbietet, wenigstens nach Maßgabe meiner Kräfte zu unterstützen bestrebt bin, daß ich weit entfernt war der Kunst nahe treten zu wollen.

Es gibt aber auch humanitäre Zwecke, die gleiche Berechtigung haben und für diese sinde ich es in meiner Pflicht, mich auszusprechen.

Graf Fr. Thun: Ich bitte um das Wort zu einer persönlichen Bemerkung.

Ich erlaube mir zu versichern, daß ich der mir sehr wohl, bekannten Kunstliebe und Opferwilligkeit des hochn. Herrn Bischof für die Kunst durchaus nicht habe nahe treten, sie durchaus nicht habe in Abrede stellen wollen.

Ich habe mich nur für verpflichtet gehalten, das Wort zu ergreifen, um möglichen Mißverstandnissen der Aeußerung desselben, wie ich sie wenigstens auffaßte, in größeren Kreisen vorzubeugen.

Oberstlandmarsch all: Es ist Niemand mehr vorgemerkt, ich erlaube mir die Debatte für geschloffen zu erklären.

Der hochw. Herr Bischof von Budweis hat den Antrag gestellt, der hohe Landtag wolle den Abgebrannten von Schwihau eine Unterstützung von 2000 fl. aus dem Landesfond gewahren.

Pan biskup Budějovický" navrhuje, aby pohořelým Švihovským podpora 2000 zl. udělena byla.

Ich bitte diejenigen Herren, welche diesen Antrag unterstützen, die Hand aufzuheben.

Der Antrag ist nicht hinreichend unterstützt.

Es haben sich noch mehrere Hände erhoben, er ist jetzt hinreichend unterstützt.

Fürstl: Ich glaube nicht, daß es Jemandem so schwer fallen kann als mir in dieser Angelegenheit das Wort zu ergreifen. Ich bin selbst auch im Bezirke, und habe die Ehre in der Bezirksvertretung zu sein und kenne diesen Ort. Es ist schmerzlich zu sagen, wie er herabgekommen ist.

Aber ich habe bereits in Bezug der Königswarter Abbrändler ebenfalls diesen Sitz hier einge-nommen und von verschiedenen Seiten gehört; daß man erstens keine Gefühlspolitik treiben solle und, daß zweitens der Landesfond nicht darnach ange-than ist, um auf solche Weise beschwert zu werden.

Nun habe ich noch etwas hervorzuheben. Die Königswarter Abbrändler haben einen verzinslichen Vorschuß gewollt, es wäre dadurch der Fond nicht einmal in Anspruch genommen worden; es wäre dieß kein gänzlicher Verlust gewesen, sondern der Fond wäre nur auf einige Jahre geschmälert worden, in Bezug auf eine größere Summe, es wären doch die Interessen eingelaufen, und ihr Zweck wäre erzielt worden.

Hier handelt es sich aber um eine Schwächung des Fondes und zwar um 2000 fl. Es ist auch vorzüglich gesagt worden: die Armuth des Städtchens wäre nicht so sehr durch Brand, sondern durch eine Grundzersplitterung oder Grundzertheilung, oder Grundzerstückelung veranlaßt, ja das ist eine ganz andere Sache, die gar nicht Hieher gehört und ich glaube nicht, daß es durch einen Zuschuß verhindert wird, daß die Grundstücke nicht getrennt und zerstückelt werden.

Ich muß also dem von der Petitionskommission gestellten Antrag vollkommen beistimmen, daß man einfach zur Tagesordnung übergehe.

Oberstlandmarschall: Ich bringe den Antrag des Bischofes von Budweis zur Abstimmung, daß den Abbrändlern von Schwihow 2000 fl. aus dem Landesfonde bewilligt werden.

Návrh aby pohořelým Švihovským ze zemské pokladny 2000zl. uděleny byly.

Ich bitte diejenigen Herren, welche diesem Antrage zustimmen, die Hand aufzuheben.


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(Geschieht, es erhebt sich ein Theil des Centrum und der Rechten).

Der Antrag ist in der Minorität.

Nun kommt der Antrag des Landesausschusses zur Abstimmung.

Ich bitte diejenigen Herren, die für diesen Antrag sind, die Hände aufzuheben.

(Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Berichterstatter Fürstl. Es ist eine Peti-tion unter der Nummer 304 eingelaufen und zwar von Oberleitensdorf bezüglich einer Subsistenz von 200 fl. zur Errichtung einer zweiten Arztenstelle.

Die Petition lautet nachstehend: (liest):

Hoher Landtag des Königreiches Böhmen!

Die gefertigte Vertretung der Stadt Oberlei-tensdorf, gedrängt durch die höchste Nothwendigkeit und überzeugt von der Wichtigkeit des Gegenstandes, erlaubt sich an Einen hohen Landtag die dringende Bitte zu stellen, bei der Armuth der Gemeinden, bei den eigenthümlich obwaltenden Verhältnissen für den hiesigen Kommunalarzt und Todten-beschauer eine Subvention aus Landesmitteln zu bewilligen, und unterstützt diese ihre Bitte mit folgenden Gründen:

Beläuft sich. wie ämtlich nachzuweisen, die See-lenzahl des Ortes und des zunächst liegenden Erzgebirges und der Landbewohner auf 8—10.000 Seelen, die bis noch vor kurzer Zeit auf einen ein-zigen hier praktizirenden Arzt angewiesen waren. Ein weit überwiegender Theil dieser Bewohner sind Arbeiterfamilien der theils im Orte, theils in der Umgebung befindlichen Fabriken, ein anderer Theil Bewohner des angränzenden Erzgebirges, und selbst jene des Flachlandes sind des sterilen Bodens wegen zu den unbemittelten zu zählen. Für alle diese Tausende stand in nächster Nähe nur ein einziger Arzt zu Gebote, der, wie leicht einzusehen, den An-forderungen nicht genügen konnte und demzufolge es geschah, daß der Ort mit über 4000 Seelen oft tagelang ohne alle ärztliche Hilfe war. Um diesem Uibelstande abzuhelfen, und einem zweiten Arzte, der dann nur auf die ärmere Klasse hingewiesen ist, die Existenz zu erleichtern, wurde von der Ge-meindevertretung beschlossen, das für Armenbehandlung und Todtenschau für die Ortsgemeinde be-stimmte Adjutum von 200 fl. einem zweiten Med. und Chir. Doctor zu geben, damit auch der arme Stadt- und hauptsächlich der arme Erzgebirgsbewohner der Wohlthat theilhaftig werde, sich ärztliche Hilfe verschaffen zu können, und nicht einen Theil seiner Mitmenschen ohne selber hinsterben sehen müsse, wie dieß im Sterberegister nachzuweisen.

Bei der großen, beinahe 2 Stunden weiten Entfernung, bei den oft gar nicht gangbaren Wegen, namentlich der Gebirgsortschaften, ist diese Entlobnung für Armenbehandlung und Todtenbeschcm eine viel zu gelinge, und anderseits mit Opfern und Zeitaufwand verbunden, als daß es dem, wenn auch fleißigen Arzte, dem ohnehin nur der ärmere Theil zu behandeln bliebe, wäre, auch bei den bescheidensten Ansprüchen, seine Existenz zu fristen.

Da nun aber ohnehin wegen der gänzlichen Vermögenslosigkeit der Gemeinde alle wie immer gearteten Gemeindeauslagen nur von den Steuerzahlenden gezahlt werden müssen, die der vielen nicht besteuerten Innwohner wegen hart getroffen werden, dem zu Folge von einem hohen Landtage die Ginhebung des Bierkreuzers bewilliget wurde, da die gefertigte Vertretung den Angehörigen unmöglich höhere Lasten aufzubürden sich getraut, so stellt selbe die dringende Bitte:

Ein hoher Landtag wolle der Stadtgemeinde Oberleitensdorf für ihren Kommunalarzt und Todtenveschauer eine gewiß hier gerechtfertigte Subvention, wenn auch nur auf einige Jahre aus Landesmitteln bewilligen.

Oberleitensdorf im Dezember 1865.

Karl Stolz,

Lönhardt

Reimann

Gemeinderath.

Bürgermeister.

Rath.

Grumbach m. p.

Seufert m. p.

Rath.

Karl Krecher.

F. Neumann m. p.

F. Seibier m. p.

Die Petitionskommission ist in dieser Beziehung von der Anschauung ausgegangen, daß in erster Reihe die Bezirke verbunden sind, für die im Bereich ihrer Bezirke nöthigen sanitären Bedürfnisse Sorge zu tragen und die daraus resultirenden Kosten in das Bezirtsbudget einzubeziehen.

Es siebt sich die Petitionskommission nicht in der Lage, die gewünschte Subvention befürworten zu können und entscheidet sich: Der hohe Landtag wolle beschließen: diese Petition, als zum Wirkungskreis der Bezirksvertretung Brüx gehörig, sei dahin zur Erledigung abzutreten.

Sn. sekr. Schmidt (čte):

Slavný sněm račiž se usnesti na tom: Tato petice sahající do oboru působnosti okresního zastupitelstva v Mostě budiž tomuto zůstavena a odevzdána k vyřízení.

Oberstlandmarschall: Verlangt Jemand das Wort?

Da dieß nicht der Fall ist. so bitte ich abzustimmen. Diejenigen Herren, welche für den Antrag sind. die Hände aufzuheben. (Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Der nächste Referent Herr Dr. Zikmund ist verhindert zu erscheinen und an dessen Stelle wird der Herr Dr. Karl Roth das Referat übernehmen.

Dr. Karel Roth: Emanuel Prückner, hostinský z Vondřichovce podává pod číslem 215 petici společně s 6 spoludruhy, kde sděluje, že se novinami dozvěděl, že se na sněmu jedná o zákonu, dle kteréhož se hospodští mohou vykoupiti z povinnosti k odbírání piva od svých bývalých vrchností.

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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

Tato petice byla podána dne 8. ledna 1866, tedy v době, když nebyl zákon o dalším provedení vyvazování pozemků v třetím čtení ještě přijat. Je tedy patrno, že tendence petice této byla ta, by slavný sněm se pohnuta viděl, aby zákon ten ve třetím čtení byl přijat. Poněvadž ale nedlouho na to sl. sněm přijal zákon ten i ve třetím čtení, tedy se usnesl jednohlasně petiční výbor na tom, navrhnouti: "Slavný sněm račiž uzavříti, že žádost Emanuela Prücknera z Vondřichovic a 6 spoludruhů na povolení k vyvazení jejich hospod z povinnosti odebírati k šenku potřebné pivo od bývalé vrchnosti, vyřízena jest návrhem zákona o dalším provedení vyvazení pozemků v Čechách v tomto zasedání přijatým.

Hoher Landtag geruhe zu beschließen: "Die Petition des Emanuel Prückner, Wirthshausbesitzers in Wondřichowitz und sechs anderer Genossen um Bewilligung zur Ablösung ihrer Verbindlichkeit, das zum Aussckank nöthige Bier aus dem herrschaftli-chen Bräuhause abzunehmen, habe durch den in der heurigen Landtagssession beschlossenen Gesetzentwurf zur weiteren Durchführung der Grundentlastung in Böhmen ihre Erledigung gefunden.

Oberstlandmalschall: Verlangt Jemand das Wort?

(Es meldet sich Niemand).

Da dieß nicht der Fall ist, bitte ich diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, die Hände aufzuheben.

(Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Zpravodaj dr. Karel Roth: Zástupcové farní a školní obce Nadějovské okresu Sedlčan-ského v Táborsku podali poslancem p. Karlem Fabrem petici, žádajíce na slavném sněmu, aby se:

I. nález Táborské c. k. okresní komise pro vyvazení gruntů ode dne 3. ledna 1852, kterýmžto naturální dávky na statku Nadějkovském a sice:

a) pro učitele ročních 12 korců žita a 6 sudů piva;

b) pro školního a hudebního pomocníka ročních 12 korců žita, 6 sudů piva;

c) pro zpěváky ročních 13 korců žita co nadace k vykonávání služeb božích v zámecké kapli v Nadějkově pojištěné za výkupné prohlášeny a v skutku také vykoupeny byly, proskoumal, a aby se vyšetřilo, zdali se v zákoně zakládá.

II. Aby se nezákonitost tohoto výkupu vyslovila a tedy výkup ten zákonem zemským zrušil, a

III. aby se kostelu Nadějkovskému vlastnictví statků Kvastova, Vlkšic a Toskánky odevzdalo, čili vlastně navrátilo, a aby tato vykoupená nadace opět uvedena byla v předešlý stav.

Důvody této zajímavé petice udávají se tyto:

V roce 1697 dal jakýsi Jan Franc, měštěnín na novém městě Pražském a toho času držitel zemského statku Nadějkova ve svém zámku v Nadějkově kapli k nejsvětější Trojici zříditi a ustanovil pak ve své poslední vůli ode dne 3. srpna 1697:

1. by při této kapli zvláštní duchovní stále za roční plat 150 zlatých rýnských držán byl, jemuž by příslušelo každý tyden za fundatora a jeho přátele, a každou neděli a svátek pro obyvatelstvo mši svatou sloužiti;

2. by se na zachování této kaple a zapravení její potřeb z důchodů statku ročně 50 zl. rýnských vyplácelo;

3. by kantor ročně dostával za své funkce 60 zl. rýnských na hotově, pak 12 korců žita, 6 sudů piva a půl sudu patok z každé várky;

4. by varhaník dostával ročně 40 zl. rýnských na hotově, pak 10 korců žita, 5 sudů piva a jedno vědro patok z každé várky;

5. by dva hudebně vzdělaní chlapci čili pomocníci dostávali ročně dohromady 50 zlatých rýnských, 12 korců žita, 6 sudů piva a z každé várky jedno vědro patok;

6. by šest malých vokalistů dostávalo ročně 13 korců žita, z kterýchžto se jim má každý týden chléb napeci a každému z nich jeden bochník dávati.

Tato nadace byla pojištěna na statku Nadějkovském a fundator Jan Franc nařídil ve svém závětu, že ji každý budoucí držitel toho statku pod těžkým trestem Božím svědomitě plniti má, tak sice, že kdyby některý budoucí držitel váhavým byl v plnění těchto svých povinností, kostel Nadějkovský úplnou moc a právo míti bude, pomocí veledůstojné arcibiskupské konsistoři Pražské, vikářem co exekutorem této nadace sobě ze statku Nadějkova dílec v ceně 9000 zl. rýnských odevzdati a pak "in perpetuum" užívati, aby takto kostel tento každoročně tolik dostávati mohl, mnoho-li pro něj fundator ustanovil.

V roce 1703 a 1715 byl statek Nadějkov dle tohoto nařízení nadace v skutku odhádán a při té příležitosti bylo dle vůle fundatora uzavřeno, že pro případ neplnění této nadace by kostel Nadějkovský oprávněn byl dvory Kraštov, Vlčice a Toskánka k statku Nadějkovskému náležící, které k tomu cíli při odhadu zvláště vyloučeny byly, ve směru svrchu uvedeném užívati, pročež se také na těchto dvorech kapitál k uhražení této nadace ustanovený v části 9000 zl. rýnsk. pojistil.

V roce 1738 vystavěn a zřízen byl v Nadějkově zvláštní farní kostel, a zámecká kaple přišla během času ku sboření, tak že se na jejím místě nyní komora nachází — všecka práva a povinnosti, které dotčenou nadací s touto kaplí spojené byly, přenešeny ale na nově zří-


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ženy kostel farní, kterémužto také skutečně až do roku 1852 držitelé statku Nadějkovského veškeré naturální i hotové dávky v této nadaci ustanovené odváděli.

V roce 1852 ale c. k. vyvazovací komise Táborská veškeré tyto naturální dávky na základě čís. patentu od 4. března 1849 výkupu podrobila a nálezem od 3. ledna 1852 za naturální dávky učiteli roční důchod 63 zl. 4 kr. varhaníku a školním pomocníkům roční důchod 63 zl. 4 kr. a vokalistům 22 zl. 6 kr. r. č. vyměřila, peněžné dávky ale na nevykupné prohlásila.

Z tohoto nálezu se ani učitel, ani farář ani patronátní úřad Nadějkovský k vyšším místům neodvolával, pročež nabyl úplné právní moci. Teprvé roku 1854, když držitel statku Naděj-kova vedle tohoto pravoplatného nálezu o vymazání pokrývacího nadačního kapitálu 9000 zl. rýnských a nadačních povinností, na místě kterých výkupní jistina nyní na statku Nadějkově pojištěna byla, zakročil, vedl sobě nynější učitel pan Jan Rudolf stížnost proti tomuto vykoupení z nadace dle ustanovení fundatora nezrušitélne a však cis. ministerium vnitřních záležitostí vynešením ze dne 25. února 1855 čís. 1731 této stížnosti nevyhovělo a jí na prosto odkázalo.

Poněvadž tedy tyto naturální dávky příslušnými vládními orgány za výkupné prohlášeny a v skutku také vyvazeny byly a nálezy dotýčných orgánů v moc práva vešly, ano i částečně vysokým ministerstvem stvrzeny byly, sněmu království českého ale nepřísluší, aby vy-konával jakousi judikaturu nad úředlními vý-kony vládních orgánů, kterýmižto se v mezích stávajících zákonů pouze soukromá práva urovnávají, a tedy žadatelům vlastně přísluší, aby se obrátili ve věci této opět jen ku kompetentním orgánům vládním, navrhuje výbor petiční:

Vysoký sněme račiž uzavříti:

Poněvadž záležitost, o které se v této pe-tici jedná, příslušnými úřady již právoplatně rozhodnuta jest, žadatelům ale pro případ, že by v tomto rozhodnutí shledávali jakýsi důvod ku stížnosti, právo přísluší, vyhledávati pomoci u vyšších, zákonem k tomu ustanovených instancí, budiž petice tato žadatelům vrácena.

Der hohe Landtag geruhe zu beschließen:

Da der Gegenstand der vorliegenden Petition durch die kompetenten Behörden bereits rechtskräftig entschieden ist, den Bittstellern aber, wenn sie in der Entscheidung einen Beschwerdepunkt zu finden glau-ben, unbenommen bleibt, den weiteren gesetzlichen Instanzenzug zu betreten, sei diese Petition lediglich zurückzustellen.

Oberstlandmarschall: Verlangt Jemand das Wort?

(Niemand meldet sich.)

Dr. Karel Roth: Dovolím si k této petici

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zvláštní osobní poznámku učiniti. Pan poslanec Zikmund, kterémuž tato záležitost do referátu byla přidělena a který byl odvolán telegrafem, tak že se dnešního sezení nemohl súčastnit, navrhoval o této petici jinak, než uzavřeno bylo v petičním výboru.

Přihlížeje na věc tuto s jiného hlediště, pravil, že sice pravda, že nález táborské komise vyvazovaci vešel v moc práva, poněvadž se ani učitel, ani farář, ani patronátní úřad z nálezu jejího neodvolal.

To ale nevylučuje možnost, že si komise vyvazovaci nepočínala zcela dle zákona, tím by se mohlo stát, že se stala jakási nulita, totiž neplatné uzavření, a že ačkoliv výměr komise vyvazovací formálné moci právní nabyl, přece by výnos tento dle zákona byl nespravedlivý. Přihlížeje k tomu, že se tu jedná o veřejnou nadaci ku kostelu a že tedy přísluší vysokému místodržitelství a dle nařízení nadace samé též veledůstojné konsistoři arcibiskupské bdíti nad tím, aby nadace tato zůstala neztenčena a ne-skrácena, činil tedy pan Zikmund v petiční komisi návrh, aby záležitost tato byla odevzdána k vyřízení vys. místodržitelství společně s důstojnou konsistoři. Ale 10 hlasy proti 2 bylo uzavřeno tak, jak jsem právě přednesl návrh petičního výboru, při čemž konstatuji, že jsem já jediný hlasoval pro návrh páně Zikmunda. Musím ale nyní stante concluso trvati při návrhu komise, jak mi co zpravodaji přísluší a ponechávám tedy sl. sněmu, zdali v té záležitosti si chce povšimnouti návrhu p. Zikmunda.

Biskup Jirsík: Přísloví totiž praví "co se stalo, odestati se nemůže." Já ale mám za to, že když se křivda stala, že by se měla předce napravit.

Konání vyvazovací komise bylo nepravé a nezákonné, poněvadž zákon vyjmul všecky takové nadace a fundace.

Že se farář a že se učitel nehlásil, to se dá snadno vysvětliti. Tehdáž panovalo takové jisté ustrašení, že se i těm, kteří se cítili býti zkráceni, zkrátka řeklo: "nejde to," a že se ani nepřijaly takové rekursy.

Věc jest na jevu, že vyvazení se nemělo tehdáž státi, a já myslím, že kdyby slavné místodržitelství té věci se ujalo, že by dle spravedlnosti a práva mohla býti vyřízena. Jest to křivda, která se nedá zapříti, která se stala této nadací.

V 17. století fundator to a to nařídil, a touto nadací panství své obtížil, i s výhrůžkou jistou. Zákon vyjmul takové nadace a komise předce jinak uzavřela.

Já bych si tedy dovolil učiniti návrh tohoto smyslu:

Der hohe Landtag geruhe zu beschließen:

Es möge die vorliegende Petition mit Rücksicht

darauf, daß dieselbe die Erhaltung und gehörige Er-


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füllung einer öffentlichen Kirchenstiftung zum Zwecke hat, der h. k. k. Statthalterei zur gemeinsamen Er-ledigung mit dem hochwürdigsten Konsistorium zu Budweis abgetreten werden.

Slavný sněm račiž uzavříti, že se přítomná petice vzhledem k tomu, že se v ní směřuje k zachováni a řádnému splnění veřejné nadace kostelní odstoupila vys. c. k. místodržitelství k společnému vyřízení s nejdůstojnější konsistoři Budějovickou.

Oberstlandmarschall: Ich werde den Antrag noch einmal vorlesen:

(liest:) Der hohe Landtag geruhe zu beschließen: Es möge die vorliegende Petition mit Rücksicht darauf, daß dieselbe die Erhaltung und gehö-rige Erfüllung einer öffentlichen Kirchenstiftung zum Zwecke hat, der h. k. k. Statthaltern zur gemeinsa-men Erledigung mit dem hochw. Konsistorium zu Budweis abgetreten werden.

Slavný sněm račiž uzavříti, že se přítomná petice vzhledem na to, že se v ní směřuje k zachování a řádnému splnění veřejné nadace kostelní, odstoupila vys. c. k. místodržitelství k společnému vyřízení s nejdůstojnější konsistoří Budějovickou.

Dr. Grünwald: Já jsem toho mínění, že co vyvazovaci komise učinila inkompetentně, nemůže jinak v právo vejíti.

Pravím, že jednala komise inkompetentně, poněvadž měla vyvazovati jen břemena mezi vrchností a poddaným, ale kostel nebyl tomu, kdo panství Nadějkovské měl, poddaný. Naopak ten, který se chtěl břemena zbavit, byl patron toho kostela.

Aby jako patron nemusel na kostel přispívat, dal se od břemena tohoto vyvazovací komisí osvoboditi; farář, jakožto klient svého patrona, nemohl proti tomu ničeho učiniti, a taktéž byl nečinný i učitel; tak nebyl žádný, kdo by se kostela byl zastal.

Následek toho jest, že nyní od patrona kostel není vydržován a že přejde svým časem břemeno, jej vydržovati na obce; myslím, že nám jakožto zástupcům zemi české na tom záleží, abychom se k tomu přičinili, aby ten výkup byl zrušen.

Já míním tedy, že místodržitelství, které dohlížeti má na vydržování všech nadací, mělo by povinnost poukázati finanční prokuraturu, aby, když by to jinak nešlo, aspoň v cestě rozepře vystoupila a toto rozhodnutí inkompetentní vyvazovaci komise přivedla v neplatnot; protož podporuji návrh, který učinil pan biskup Budějovický, aby se ta věc přikázala místodržitelství a konsistoři a sice v tom smyslu podporuji řečený návrh, že doufám, že místodržitelství dá rozkaz finanční prokuratoře, aby se zasadila o to, přivesti k neplatnosti toto inkompetentní rozhodnutí vyvazovaci komise.

Oberstlandmarschall: Verlangt noch Jemand das Wort?

Abg. Dr. Hanisch: Es sei mir gestattet, den Antrag der Petitionskommission zu unterstützen. Es handelt sich um eine rechtskräftige Entscheidung, es handelt sich um eine sogar von dem Ministerium abgewiesene Beschwerde, welche dem Landtage wieder vorgebracht wird. Die Statthaltern ist die Aufsichtsbehörde, welche über die öffentlichen Fonde zu wachen hat, und es schien daher der Petitionskommission am allerzweckmäßigsten, die Petenten auf diese Aufsichtsbehörde mit dieser Petition zu weisen.

Ich bin übrigens nicht in der Lage anzunehmen, daß die Petions-Kommission, daß der Landtag im Stande wäre, dem Konsistorium eine Petition zur Erledigung zuzuweisen; sondern die Aufsichtsbehörde ist die Statthalterei, und Maßregeln und Vorschriften zu geben, in welcher Art Petitionen durch diese erledigt werden sollen, scheint mir ebenfalls nicht passend. Die Statthalterei als oberste Aufsichtsbehörde würde jedenfalls diejenigen Wege einschlagen, welche ihr am zweckmäßigsten dünken und die überhaupt möglich sind. Ich erlaube mir daher, auch gegen den Antrag des hochwürdigsten Herrn Bischofs von Budweis nur das anzuführen, und den Antrag der Petitionskommission zu befürworten.

Bischof Jirsík: Ich Bitte ums Wort.

Ich erlaube mir dem Herrn Vorredner zu bemerken, daß die hohe Statthalterei das Recht hat, vom Konsistorium dergleichen Behelfe abzufordern, die ihr nöthig sind, um ein reifes Urtheil über die Angelegenheit sprechen zu können.

Die Ingerenz des Konsistoriums erstreckt sich nur auf diese Grenzen; natürlich und selbstverständlich ist, daß das Konsistorium kein Urtheil zu fällen hat,

Dr. Hanisch: Ich bitte um Entschuldigung, ich habe gesagt, daß es nicht gut angeht, der Statthaltern vorzuschreiben, welche Wege sie einzuschlagen hat; ich habe dieß gesagt, weil ich das Recht der Statthaltern sehr gut kenne, auch vom Konsistorium Gutachten und Behelfe zu verlangen; damit ist nicht ausgeschlossen, daß die Statthalterei Gutachten und Behelfe abverlangen kann, aber es ist dieß der Statthaltern nicht vorgeschrieben, wenn sie in der Lage ist, ohne die Behelfe zu verfügen, was mit der Petition zu geschehen hat. Ich habe das Vorschreiben dieses Weges nicht in Ordnung gehalten und auch die Petitionskommission hat es nicht in der Ord-nung gehalten, auf einen solchen Antrag einzugehen. (Sehr gut links.)

Dr. Grůnwald: Prosím za slovo.

Mně se zdá, že posl. Dr. Hanisch neporozuměl tomu, co navrhuje komise; z důvodů, které Dr. Hanisch uvedl, vysvítá, že si přeje, aby místodržitelství samo věci se ujalo, ale komise petiční navrhuje, aby se žádost zkrátka odmrštila.

Podporuji návrh, který učinil Jeho biskupská milost jen z toho ohledu, aby petice přišla


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do rukou místodržitelství a místodržitelství aby nalezlo, zdali má zakročiti finanční prokurátora.

(Rufe: Schluß. Schluß!)

Oberstlandmarschall: Es ist Niemand mehr vorgemerkt, ich muß zuerst über den Schluß der Debatte abstimmen lassen.

Ich bitte diejenigen Herren, welche für den Schluß der Debatte sind, die Hand aufzuheben.

Es geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Graf Leo Thun: Ich erlaube mir ebenfalls den Antrag Seiner bischöflichen Gnaden zu unterstützen.

Ich weiß nicht, ob die ganze Versammlung den Sachverhalt vollkommen aufgefaßt hat, obwohl ich nicht zweifle, daß der Herr Berichterstatter in seinem Resume den Gegenstand noch näher darstellen wird.

In Wesenheit steht die Sache so, daß die Stiftung von dem betreffenden Gutsbesitzer für ewige Zeiten in allen Formen, mit welchen man in Testamenten eine ähnliche Stiftung zu errichten gewohnt war, gegründet worden ist, im guten Glauben, daß das, was er bestimmt, für alle Zeiten zu gelten habe; daß der Stifter später, um seine Stiftung noch mehr zu bekräftigen, verordnet hat, die Kirche solle, wenn die Stiftung nicht gehalten werden sollte, berechtigt sein. drei bezeichnete Höfe in Besitz zu nehmen. Diese Urkunde so wie die frühere ist eben-falls intabulirt worden.

Das Resultat der Amtshandlung der Grundentlastungskommission war, daß diese Stiftung von Amtswegen behoben und die dießfälligen in der Landtafel eingetragenen Akte extabulirt worden find; sofern ich dieß recht aufgefaßt habe.

Mir scheint doch in der That, daß das ein Fall ist, der so tief das Rechtsgefühl der Bevölterung verletzt, daß es dem hohen Landtage nicht un-erwünscht sein kann, wenn wenigstens hier die Aufmerksamteit der Statthalterei noch ganz besonders auf diesen Fall geleitet werde; daß dem Landtage keine Judicatur in dieser Sache zustehe, versteht sich von selbst; und das Gegentheil wird auch von Niemanden behauptet, aber daß der Landtag eine Petition, welche ihm über solche Fälle vorliegt, an die Statthalterei leite, um die Aufmerksamkeit der Statthalterei insbesondere noch in einem andern Wege, als in dem, welcher eben der Partei frei steht, die bloß rekuriren kann, auf die Sache zu lenken; das scheint mir nicht unangemessen. Ich wenigstens werde dafür stimmen. (Bravo im Centrum!)

Oberstlandmarschall: Mir scheint, der Herr Abgeordnete Dr. Hanisch hat vielleicht den Antrag der Kommission mißverstanden, und hat eigentlich ein Amendement des Antrages des Herrn Bischofs von Budweis im Sinne gehabt und zwar dahingehend: der Herr Bischof trägt an: Diese Petition der Statthalterei zur gemeinsamen Erledigung mit dem bischöflichen Konsistorium zu übergeben, während die Ansicht des Herrn Abgeordneten Hanisch dahingeht, diesen Beisatz "zur gemeinsamen Erledigung mit dem bischöflichen Konsistorium" auszulassen, und lediglich einfach die Zustellung an die Statthaltern zu beantragen.

Dr. Hanisch: Ich bitte! Meine Ansicht ging dahin, daß eine Beschwerde der Partei an die Statthaltern offen steht und in dieser Beziehung habe ich den Petitionsantrag nicht nur nicht verstanden, sondern habe ich ihn auch gekannnt, weil ich selbst mitgestimmt habe in der Petitionkommission.

Oberstlandmarschall: Also für die Kommission?

Die Debatte ist geschlossen.

Herr Berichterstatter!

Dr. Karl Roth: Die Aufforderung Sr. Exc. des Herrn Gf. Leo Thun den Sachverhalt näher zu beleuchten, veranlaßt mich, einige bezügliche Stellen aus der Stiftungsurkunde selbst dem hohen Hause dem Wortlaute nach zur Kenntniß zu bringen.

Der Wortlaut des Testamentes des Johann Franz, der sich eben auf diese Stiftung bezicht, ist nachstehender:

(Liest): -

"Im Namen der hochgelobten heiligsten Drei-"faltigkeit, der wahren und unvertheilten Gottheit, "Gott des Vaters, Sohnes und hl. Geistes. Amen. "Ich Johann Franz aus Nadějkau und einen "Theil Wlksitz. Bürger und Rathsverwandter in "hiesiger königlicher neuen Stadt Prag thue kund "und bekenne vor jeder männiglichen absonderlich, "aber da, wo es von Nöthen wäre, daß oc.:"

Jetzt kommen einige Stellen, die diese Stiftung nicht berühren, die ich also nicht erwähnen werde. —

"Ferner legire ich:"

Zehendes auf meinem Gute Nadějkau zu selbiger meiner Kirchen der heil. Dreifaltigkeit, welche keiner Pfarrkirchen als Filial unterworfen, doch aber ordentlich geweihet, und von mir merklich restauriret, auch mit neuen Altären und drei neuen Glocken versehen worden, weilen sie nirgend keine Intraden gehabt, jedes Jahr bis zu ewigen Zeiten fünfzig Gulden römisch, wovon die Kirche stets in guten Bau gehalten, und alles was hineingehört vor allerhand Zugehör verschaffet werden könne; dann von meinen Geistlichen oder Kapellan, der den heiligen Gottesdienst daselbst versehen und jede Wochen ein heiliges Seelenmeß vor mich und meinen abgestorbenen Befreundeten in loco lesen, desgleichen jeden Sonn- und Feiertag den heiligen Gottesdienst celabriren solle, ein hundert fünfzig Gulden kommen alljährlich zu bezahlen, dabei aber meiner lieben Ehe-Wirthin auch allen künftigen Inhabern des Gutes Nadějkau.

Frei anheimbstelle, zu Celebrirung dieses heiligen Gottesdienstes einen Geistlichen aufzunehmen, welcher ihnen belieben wird und keineswegs verbunden sein, einen von Kissba oder anderer Pfarr aus der Nachbarschaft wider ihren Willen hiezu zu ge-


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brauchen, massen ich auch die bishero aus meinen Konten auf Kissba gegebenen 30 fl. vor seine Bemühung und 15 fl. vor die Kost, wovon der daselbige Herr Pfarrer den dritten Sonntag ein? heilige Meß zu lesen obligirt gewesen, hiedurch vollig kassi-ret und annullirt haben will, weilen der zu Nadějtau künftig anwesende Herr Kapelan oder anderer Geistlicher den Gottesdienst in der Kirchen zu Nadějkau schon zur Genüge wird versehen können.

Ferners einen guten Kantor, Organisten und zwei musikalischen Buben, ein hundert fünfzig Gulden römisch baar Geld, vier und dreißig Strich Korn und siebenzehn viereimrigen Faß guten Bieres, nebst einem viereimrigen Faß Mittel-Bier von jeden Gebräu; dann vor sechs kleine Buben, die fleißig in die Kirchen und schule gehen, jedes Jahr 13 Strich Korn, wovor jede Wochen Ein Viertl auf Brod gebacken, und davon jeden diesen 6 Buben Gin Laibl von Fünf Pfund Brot, wöchentlich ausgetheilt werden soll.

Zu welcher Abstattung all dieser Fundationen am Geld ich auf dem Guth Nadějkov ein Kapital 7000 fl. "Sieben tausend Gulden" dann wegen die Sieben vierzig Strich Korn und 17 Faß guten Biers so in Natura gegeben werden sollen, ein ander Kapital von Zweitausend Gulden Rheinisch also zusammen Neun tausend Gulden Rheinisch, welche bei Verkaufung des Guths Nadějkow der Käufer auf 5 pro cento von dem Kaufschilling zu verintressiren in den Händen lassen, und dabei verordnen thun, daß er solches Kapital niemahlen bezahlen, sondern nur das Intresse davon benannten der Kirchen Fünfť zig Gulden Rheinisch dem Herrn Geistlichen oder Kapellan wegen Haltung des Gottesdienstes, Ein Hundert und Fünfzig Gulden Rheinisch, dem Kantor Sechzig Gulden, Zwölf Strich Korn, Sechs Viereimrigen Faß gutes Bier, dann alle Gebräu zwei Eimer Mittelbier, dem Organisten Vierzig Gulden Rheinisch, Zehn Strich Korn, 5 Faß gutes Bier, dann alle Gebräu ein Eimer Mittelbier, thuet in allen mitsammt dem dreizehn Strich Korn vor die sechs kleine Buben, die steißig in die Kirche und Schule gehen, an Geld, auch vor das Korn und Bier jedes Jahr vier hundert fünfzig Gulden Rheinisch richtig bezahlen, und aus den Nadějkauer Renten bei Vermeidung der göttlichen Strafe jeder Zeit ordentlich abstatten lassen solle, so dafern aber ein anderer Käufer oder künftiger Erbe des Gutes Nadějkau mit Bezahlung dieser Fundation saumseelig sich erzeugen solle, gebe hiemit der Nadějkauer Kirchen vollkommene Macht und Gewalt, daß sie auf geziemendes Ansuchen eines hochlöhl. erzbischöfl. Konsistorii zu Prag durch den Herrn Vicareum korraneum im Bechiner Kreis, welchen hiedurch zu einem Executoren dieser meiner Fundation ganz dienlich erbetten haben will, mit einem erbettenen Kam-merling von der königl. Landtafel sich allsogleich in das Guth Nadějkau einführen, und ein Stück des Guths um neun tausend Gulden Rheinisch Werth sich abschätzen, lassen, und in perpetuum genießen können, womit alle obbenannte Fundationen der vier hundert fünfzig Gulden von diesen als dann neun tausend abgeschätzten neuen Kirchenguth davon jeder Zeit jährlich bezahlet werden mögen, sollte nun künftig dieses Eine Kirchenguth durch Gottesreichen Segen mehr als vierhundert fünfzig Gulden Intraden jährlich abwerfen können, soll den Ueberrest nebst denen der Kirche eben vorhin schon ausgesetzten fünf-zig Gulden der Kirchen gleichfalls anheim fallen und derselben richtig abgestattet werden.

Zu welchem Ende ich auch dann hochwürdiges pragerisches, erzbischöstiches Konsistorium ganz gehorsamst ersuche, diese meine wohlmeinende Fundation, weilen solche bloß und allem zur Beförderung der Ehre Gottes und damit die dortige Jugend zum Bethen, Lesen und Schreiben auch Musik und allen anderen, Gott wohlgefälligen, christlichen Tugenden, dem allein seeligmachenden römischkatholischen Glaubensgebrauch nach fleißig unterrichtet und auferzogen werden möge.

In der erzbischöflichen konsistorialischen Archivio nicht allein beliebig einverleiben zu lassen, sondern auch sowohl bei dem jetzig als künftigen Herrn Vicario korraneo des Bechiner Kreises, alsdann beliebig zu verordnen, wormit er hierauf ein wachsames Auge haben und die Nadějkauer Kirchen bei dieser meiner wohlmeinenden Fundation nicht präjudiziren lassen möge.

So geschehen Prag auf der Neustadt in mei-ner Behausung den 3ten August anno 1697.

(Spricht:) Der Petitionausschuß hat dieses Nechtsverhältniß wol in Erwägung gezogen, fand sich aber nicht berufen, in eine Judikatur einzugehen über die Erlässe kompetenter kaiserlicher Behörden, welche im gesetzlichen Wirkungskreise Privatrechte normirt haben.

Der Petitionausschuß konnte sich ebenfalls der Ansicht nicht verschließen, daß vielleicht hier ein Rechtsverhältniß vorliegt, welches der Grundentlastung nicht unterzogen werden sollte, und also eine genaue Würdigung von Seite ebenfalls kompetenter Behörden erheischen wird, aber er wollte eben nicht den Petenten praejudiciren, er wollte ihnen den Weg, den sie betreten wollen, sei es schon die h. Statthaltern oder das hochwürdige Konsistorium, nicht in Voraus vorschreiben. Der Weg bleibt ihnen, wenn der Antrag des Petitionausschusses angenommen wird, immer eben vorbehalten, und ich glaube also als Berichterstatter des Petitionausschusses meiner Pflicht nur gerecht zu werden, wenn ich darauf beharre, daß der Antrag des Petitionausschusses angenommen werde, weil er den Petenten nicht präjudizirt, und auf den von ihnen einzuschlagenden Instanzenzug nicht den geringsten Einfluß nimmt. Was den Antrag und die Ansicht des H. Abg. Zikmund betrifft, die ich im Petitionausschusse vertreten habe und der ich dort beigetreten bin, so glaube ich, daß diese Ansicht, die H. Zikmund ausgesprochen, und der Antrag, den er gestellt hat, identisch sei mit dem An-trage des hochw. Herrn Bischofs von Budweis.


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Wild dieser Antrag angenommen, so glaube ich, daß wir den Petenten eben auch nicht Präjudiziren, und an dem ganzen Rechtsverhältniß nichts ändern.

Es wird bei Anname dieses Antrages wenigstens das erzielt, daß eine Verschleppung vermieden wird; denn es wird das, was die Petenten ohnedieß selbst thuen würden oder mühten, der Landtag für sie verrichten. Nach meiner persönlichen Ansicht glaube ich, es sei der Würde des Landtages angemessen, nachdem hier eine öffentliche Stiftung den Gegenstand dieser Frage bildet, also öffentliche Interessen berührt weiden, daß er selbst die Sache in die Hand nehme und den Weg mit größerem Nachdruck betrete, als ihn die Petenten vielleicht betteten würden. Was also meine Person anbelangt, bin ich gegen den Antrag des hochw. Herrn Bischofs durchaus nicht. Ich überlasse die Entscheidung mit Beruhi-gung dem hohen Hause.

Zum Schlusse muß ich noch bemerken, daß im I. 1703 und später im I. 1715 in Folge Auftrages des Fundators, daß nämlich für den Fall, wenn ein Besitzer von Nadějkow jemals seine Pflichten nicht erfüllen wollte, sich die Nadějkower Kirche in den Besitz eines Theiles dieses Gutes setzen solle, eine Schätzung des Gutes vorgenommen und bei dieser Schätzung drei Meierhöfe und zwar die Maierhöfe, Kwaskow, Wlčice und Toskanka als diejenigen bezeichnet wurden, welche dazu dienen sollten, wenn der Besitzer von Nadějkow die Fundation nicht er-füllen sollte, von der Kirche in Besitz genommen und sequestrirt zu werden.

Dieses Recht der Kirche zu Nadějkow wurde auch in der Landtafel einverleibt, es wurde aber im Jahre 1854 über Ansuchen des Besitzers von Nadějkow auf Grundlage des Grundentlastungsoverates eztabulirt, weil dieses Grundentlastungsoverat, wie ich schon im Berichte erwähnte, rechtskräftig war; der gegen die Extabulation ergriffene Rekurs wurde von allen drei Instanzen eben deßhalb zurückgewiesen, weil das Substrat derselben, nämlich das Entlastungsoperat, die Entscheidung der Grundentlastungskommisson bereits in Rechtskraft erwachsen war.

Dieß wollte ich noch zur Aufklärung der Sache nachtragen.

Oberstlandmarschall: Ehe ich den Antrag des hochw. H. Bischofs zur Abstimmung bringe, wird es nothwendig sein, noch den Antrag der Kommission vorlesen zu lassen. Bitte den Antrag noch vorlesen zu wollen.

Dr. Karel Roth (čte): Vysoký sněme račiž uzavříti: Poněvadž záležitost, o které se v této petici jedná, příslušnými úřady již právoplatně rozhodnuta jest, žadatelům ale pro případ, že by v tomto rozhodnutí shledávali jakýsi důvod ku stížnosti, právo přísluší vyhledávati pomoci u vyšších, zákonem k tomu ustanovených instancí, budiž petice tato žadatelům vrácena.

Der hohe Landtag geruhe zu beschließen: Da der Gegenstand der vorllegenden Petition durch die kompetenten Behörden bereits rechtskräftig entschieden ist, den Bittstellern aber, wenn sie in der Entscheidung einen Beschwerdepunkt zu finden glauben, unbenommen bleibt, den weiteren gesetzlichen Instanzzug zu betreten, sei diese Petition lediglich zurückzustellen.

Oberstlandmarschall: Ich werde zuerst den Antrag des hochwst. Bischofs Jirsík zur Abstimmung bringen, er lautet: Der hohe Landtag geruhe zu beschließen; es möge die vorliegende Petition mit Rücksicht darauf, daß dieselbe die Schaltung und gehörige Erfüllung einer öffentlichen Kirchenstiftung zum Zwecke hat, der h. k. k. Statthaltern zur gemeinsamen Erledigung mit dem hochwdgst. bischöflichen Konsistorium zu Budweis abgetreten werden.

Slavný sněme račiž uzavříti, že se přítomná petice vzhledem na to, že se v ní směřuje k zachování a řádnému splnění veřejné nadace kostelní, odstoupila vys. c. k. místodržitelství k společnému vyřízení s nejdůst. konsistoří budějovickou.

Ich bitte, diejenigen Herren, die diesem Antrage zustimmen, aufzustehen. (Centrum und ein Theil der Rechten erhebt sich.)

Der Antrag ist mit Majorität angenommen.

Dr. Karel Roth: Gruntovníci katastrálních obcí Nestanice a Černoves v okresu Netolickém předložili poslancem p. Janem Krejčím sl. sněmu pod č. 436 žádost, za snížení pozemkových tříd při posledním katasterním klasifikování, v které udávají, že jejich pozemky od katastrální komise byly tuze vysoko odhadunty, a jsou vřaděny do vyšší třídy, než jim dle jakosti jejich přísluší, kdežto pozemky sousedních obcí jsou v menších třídách, ačkoliv jsou lepší jakosti.

Obráti-li se k sl. sněmu, aby přispěl k tomu, by bylo nové odhadnutí jejich pozemka zavedeno, a aby v katastrálním seznamu do nižších tříd byly vřaděny.

Petiční výbor v uvážení, že nepřísluší vykonávání katastrálních operátů do příslušnosti sl. sněmu, uzavřel jednohlasné takto: Slavný sněme račiž uzavříti: žádosť gruntovníků katastrálních obcí Nestanice a Černovsi, okresu Netolického, za snížení pozemkových tříd při posledním katastrálním klasifikování ustanovených, odevzdává se vys. c. k. místodržitelství k dalšímu vyřízení.

Hoher Landtag geruhe zu beschließen: Das Gesuch der Grundbesitzer der Gemeinden Nestanic und Černoves, Netolitzer Bezirkes, um Herabsetzung der bei der letzten Katastralgrundabschätzung bestimmten Klassen der Grundstücke, wird der h. k. k. Statthalterei zur weiteren Erledigung abgetreten.

Oberstlandmarschall: Verlangt Jemand das Wort?

Da es nicht der Fall ist, so bitte ich abzustimmen, und diejenigen Herren, welche dem Antrage zustimmen, wollen die Hand aufheben. (Majorität).

Angenommen.

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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

Zpravodaj Dr. Karel Roth: Pod číslem 12. byla podána petice okresního zastupitelstva Hlineckého o navržení zákona, jímž by nemovitosti obecní při vkládání svého majetku do pozemních kněh sproštěny byly poplatku vkladného.

Pod č. 139 byla podána petice okresního zastupitelstva Milevského, za osvobození obcí od kolkového poplatku z listin potřebných, k vydobytí knihovního vkladu obecního jmění.

Pod č. 146 byla podána petice v německé řeči.

Petition der Bezirksvertretung von Böhmisch-Kamnitz um Erwirkung eines Gesetzes, kraft dessen Gesuche um die erste grundbücherliche Einlage von Gemeindeeigenthum, wenn keine Besitzveränderung stattfindet, gebührenfrei behandelt werden sollen.

Pod číslem 168 byla konečně podána petice výboru okresního zastupitelstva Blatenského o osvobození obcí od veškerých poplatků při vkládání svého majetku do pozemních desk.

Veškeré petice jednají o tomtéž předmětu a směřují k tomutéž cíli.

Dovolím si tedy o všech podati najednou zprávu.

Důvody, které se v peticích těch uvádějí, jsou tyto:

Veškerá okresní zastupitestva, která petice tyto podala,, uznávají toho nutnost, aby nemovité jmění obecní a obecních ústavů bylo vloženo do pozemních kněh; neboť jen tím se dá docíliti jasný a úplný přehled obecního jmění a přísná kontrola, toho, zdali se s jměním obecním nakládá tak, jak zákon nařizuje: jen tím se odstraní nebezpečenství, které hrozí obecnímu jmění z mnohých stran a veškerým nepříslušnostem, s kterými se bohužel na venkově tak často potkáváme, přítrž učiní. Neboť zamezí se tím, aby se nemohl obecní majetek přiorávati; zamezí se, aby nepřišel majetek obecní co takový z lidské paměti a nevloudí se do majetku privátního; jen tak zamezí se zbytečné spory a obec nebude tím neocenitelných výhod, které jsou spojeny s ústavem veřejných kněh.

Ze všech těchto příčin slavný sněm v minulém zasedání při debatě o obecním zřízení v Čechách v čl. 67 nařídil, že veškeré nemovité jmění obci neb obecním ústavům náležící má vkládáno býti do pozemních knih, a okresním zastupitelstvům bylo uloženo, aby bděli nad vykonáváním toho zákona. Bohužel, nemohlo se posud ještě docíliti, aby nařízení čl. 67. obecního zákona bylo uvedeno v život; neboť potkalo se to s mnohými obtížemi. Jedna z největších obtíží je to, že jest vkládání pozemků do desk veřejných spojeno s rozličnými a dosti znamenitými výlohami. Když se mají totiž pozemky, které posud neměly žádného pozemního vkladu, do pozemních kněh vložiti, musí se především žádati u úřadu za odhad pozemku a pak když se odhad na útraty žadatele vykoná, musí se žádati o výměr toho odhadu a ten se musí pak se zvláštní žádostí podati k soudu, aby byl operát tento do kněh pozemních vložen. Mimo to jest tu častokráte velmi mnoho vysvědčení úřadních zapotřebí, které též musí býti kolkovány a konečně se i platiti má poplatek z vkladu a tak se tím nashromáždí tolik výloh, že obce, které nyní rozšířením obecní činnosti své mají tolik výloh, že je musí uhražovati přirážkami k daním, raději postrádají výhod, které by jim vyplývaly z toho, kdyby měly majetek svůj v knihách pozemních vložený.

Poněvadž jest na venkově bohužel zkušeností dosvědčeno, že se místy s obecním jměním zajisté zle nakládá, že lid obecní jmění nepokládá za majetek svatý a že si myslí, že si ho muže bez ukřivdění přivlastniti, poněvadž to není majetek privátní, —jest žádoucno, aby se co nejpřísněji na to naléhalo, aby co nejdříve veškeré nemovité jmění obecní bylo vloženo do knih pozemních.

Uváží-li se, že obecní jmění má účel, aby podporovalo zájmy veřejné a že tedy má právní povahu veřejného statku, jest záhodno, aby také státní správa s jměním tím jinak nakládala, než s jměním privátním a proto žádají řečené čtyry zastupitelstva okresní, aby se slavný sněm postaral o to, aby z ohledu na to, že obecní majetek slouží státním účelům, státní správa zákonem nařídila, by byly sproštěny kolků a knihovního poplatku veškeré listiny a žádosti, které se zřizují k účelu, aby bylo jmění obecní vloženo do knih pozemních.

Petiční výbor důležitost této věci uznávaje vzal ji do zralého a bedlivého uvážení a jednal ve dvou sezeních o záležitosti té.

Výbor petiční hleděl na věc tu se dvou hledišť: předně, že jest velice žádoucno, pro blaho země a říše, aby bylo obecní jmění zachováno nestenčené a neskrácené a za druhé, že jest žádoucno, aby vláda, poněvadž bere též užitek z toho jmění, brala ohled na toto jmění a nevybírala z něho poplatků, jak je vybírá z jmění privátního.

Máme již také jakési praecedens v zákonodárství. Když se totiž zaváděly gruntovní knihy v Uhersku a Horvatsku; tenkráte bylo zákonem nařízeno, že veškeré první vklady a sice privátního jmění i jmění obecního mají býti osvobozeny od kolků a všech poplatků.

Když vláda v Uhersku a Horvatsku měla pro jmění soukromníků ten ohled, dá se očekávati, že jej bude míti také pro jmění obecní a pro jmění obecních ústavů v Čechách, které, jako na příklad školy, nemocnice a špitaly též účelům státním a zájmům veřejným slouží.

Z těchto příčin uzavřel a navrhuje petiční výbor jak následuje: Z uvážení že čl. 67 zákona o obecním zřízení v království českém nařizuje,


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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

že se veškeré nemovité jmění obecní a k ústavům obecním patřící do pozemních desk vložiti má; v uvážení dále, že obecní jmění vlastně jen veřejným zájmům slouží; a zejmena k uhražení výloh rozšířením oboru činosti obecních úřadů co do správy zemské rozmnožených povoláno jest a tady vlastně povahu statku veřejného má; — a konečně v uvážení, že až dosaváde úplnému provedení nařízení článku 67 zákona o obecním zřízení nejvíce značné výlohy vadily, kteréžto s vydobytím prvního vkladu nemovitých statků do pozemních kněh obyčejně spojeny bývají, vyslovuje se sněm království českého, že toho potřeba a blaho země vyhledávají, aby se obcím při vkládání jejich nemomovitých statků do pozemních kněh povolila výminka od stávajících obecních zákonů o poplatcích a že se tedy vysoká vláda žádá:

aby cestou zákonnou nařídila, že se veškerým listinám a úředním podáním, kteréž vydobytí prvního vkladu nemovitých statků obcím a obecním ústavům náležících do pozemních kněh za účel mají, jakož i vkladu samému úplné o-svobození ode všech poplatků uděluje.

Der hohe Landtag geruhe zu beschließen:

In Erwägung, daß der §. 67 der Gemeindeordnung für das Königreich Böhmen den Gemeinden die Verpflichtung auferlegt, das gesammte unbewegliche Vermögen der Gemeinden und Gemeindeanstalten in die öffentlichen Bücher einlegen zu lassen; — in weitererei Erwägung, daß das Gemeindevermögen lediglich berufen ist, öffentlichen Interessen zu dienen, und namentlich die durch den gegenwärtig erweiterten Wirkungskreis der Gemeinden in Betreff der Landesverwaltung vermehrten Auslagen derselben zu decken, und daß es sonach die Natur eines öffentlichen Gutes hat; und in endlicher Erwägung, daß der Durchführung, der Vorschrift des §. 67 der Gemeindeordnung bisher nur die mit der Erwirkung der bücherlichen Einlage des Gemeindevermögens verbundenen Kosten entgegenstanden, spricht sich der Landtag des Königreiches Böhmen dahin aus: es erheische das Wohl des Landes, daß für Gemeinden bei Erwirkung der ersten bürcherlichen Einlage ihres unbeweglichen Vermögens eine Ausnahme von den bestehenden allgemeinen Gebührengesetzen bestimmt werde und es sei also die hohe Regierung zu ersuchen im gesetzlichen Wege auszusprechen, daß allen Urkunden und ämtlichen Eingaben, welche die Erwirkung der ersten bücherlichen Einlage des unbeweglichen Vermögens der Gemeinden und Gemeindeanstalten zum Zwecke haben, sowie auch der bücherlichen Einlagen selbst die Gebührenfreiheit zugestanden wird.

Oberstlandmarschall: Verlangt noch Jemand das Wort?

Da dieß nicht der Fall ist, schreite ich zur Abstimmung und bitte diejenigen Herren, welche dem Antrage der Kommission beistimmen, die Hände aufť zuHeben. (Geschieht).

Der Antrag ist angenommen.

Herr Graf Zedwitz.

Ref. Graf Kurt Zedwitz: Hoher Landtag! der Gegenstand der Petition betrifft eine Abänderung der bereits kommissionirten Bahn von Komotau nach Annaberg in Sachsen und die Gemeindevertretung von Preßnitz hat in dieser Beziehung folgende Petition eingereicht: (liest)

Hoher böhmischer Landtag!

Wie hiergegends verlautet, soll über Anregung von der königlich sächsischen Regierung und Judustriellen statt des Eisenbahnzuges von Annaberg über Weipert ein Eisenbahnzug von Wolkenstein durch Ehristophshammer gegen Preßnitz im Projekte sein, da dieser letztere Bahnzug einen weniger Baukostenaufwand von 21/2 Millionen Gulden erfordern soll, was allerdings sehr stark in die Wagschale fällt, da der Zweck der Bahn ebenfalls erreicht und erfüllt wird, da Sachsen über das Erzgebirge mit dem Flachlande bei Komotau in Verbindung gebracht wird.

Dieser Bahnzug bietet nicht nur allein der Stadt. Preßnitz sondern auch dem ganzen Preßnitzer Bezirke und am allermeisten dem ganz verarmten Dorfe Christophshammer sehr wesentliche Vortheile, der Bergbau, die damit verbundenen Eisenwerke, Drachmühlen, Rohrschmieden etc. welche hiergebirgs bei noch billigem Brennmateriale im Gang und Betriebe waren, und so zu sagen das ganze Gebirge ernährten, stehen jetzt außer Betrieb, obwohl noch die Gebäude hiefür da sind. Durch diesen Bahnzug würden diese Industriewerke und der Bergbau und vorzüglich die Eisenindustrie wieder ins Leben treten und dem armen Erzgebirge wieder frisches Mark und Blut zu einem regen und thätigen Leben geben, da zum Betrieb von Industrie-Etablissements ein billiges Brennmaterial, nämlich die Kohle herbeige-schafft weiden könnte. Durch Schaffung von Fabriks-Etablissements würde der immer wiederkehrende Nothstand beseitiget und der Bevölkerung Arbeit und Verdienst gebothen. Sowie die Rentabilität der bereits konzessionirtm Fahrlinie von Annaberg über Weipert nach Komotou nachgewiesen wurde, in ebendemselben oder vielleicht im größeren Masse und Umfange wird sich die Rentabilität der Bahn von Wolkenstein über Christophhammer und Preßnitz nach Komotau sowohl hinsichtlich des Frachten- wie auch hinsichtlich des Personenverkehres herausstellen, da die Produkte eines Landes in das andere so wie auch die Erzeugnisse des Erzgebirges gleich wie auf der bereits konzessionirten Bahn, auch auf dieser Bahnstrecke verführt werden können. In Erwägung, welch großer Vortheil die weit billiger herzustellende Bahnlinie von Wolkenstein im Königreiche Sachsen über Christophshammer und Preßnih nach Komotau dem Erzgebirge bietet, hat der Stadt Preßnitzer-Gemeindeausschuß in der Sitzung vom l7. Dezember d. I. Zahl 771. Rg. den Beschluß dahin einstimmig gefaßt, daß im Falle die Eisenbahn über Chrisftophshammer nach Preßnitz und von da weiter

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nach Komotau gebaut werden solle, den sämmtlichen die Bahnlinie durchziehenden und berührenden Gemeindegrund ohne Entgeld zu überlaßen, und wird noch die Hoffnung gehegt, daß selbst andere bürgerliche Grundbesitzer den hiezu nöthigen Grund, wenn gleich auch nicht unentgeltlich, so doch gegen eine billige Entschädigung zu diesem Bahnbaue über-lassen, weil die Herstellung dieses benannten Bahn-zuges der allgemeine Wunsch der Erzgebirgsbevölkerung ist.

Die Gemeindevertretung der könig. Vergstadt Preßnitz wagt daher die unterthänigste Bitte: der hohe böhmische Landtag geruhe geneigstens dahin zu wirken, daß statt der projektirten und bereits konzessionirten Bahn von Annaberg über Weipert nach Komotau die weit billiger herzustellende und sowohl von der könig. sächsischen Regierung, als auch von den dortländigen Industriellen Unternehmern neu projettirte Bahnlinie von Wollenstem über Christophshammer-Preßnitz nach Komotau womög-lichst bewerkstelliget werde und zur Ausführung gelange ; denn wie hochwichtig eine gute Kommunikation und vorzüglich eine Eisenbahn dem Gebirge ist, wurde schon allseitig von allen hohen Behörden anerkannt und ist schon hinreichend bekannt und dargethan um hier in eine weitere Detailirung einzugehen.

Preßnitz den 24. Dezember 1865.

Folgen 18 Unterschriften.

Die Kommission ist der Ansicht, daß es vor Allem darauf ankommt, daß man an maßgebender Stelle von den in der Petition angeführten Umständen in Kenntniß gelange und stellt daher den Antrag: Der hohe Landtag wolle beschließen, diese Petition der hohen k. k. Regierung zur weitern Behandlung abzutreten.

Setr. sn. zemsk. Schmidt (čte):

Komise navrhuje: Slavný sněme račiž se usnesti, že má tato petice odstoupena býti sl.

cís. kr. vládě k dalšímu iednání.

Oberstlandmarschall: Wenn keine Erinnerung gemacht wird, bitte ich diejenigen Herren, welche dem Antrage beistimmen, die Hände aufzuheben.

(Geschieht.)

Der Antrag ist angenommen.

Referent Dr. Ernst Mayer: Ich werde mir erlauben, ganz kurz und nur im Auszuge über die Petition Nr. 98 zu referiren. Der Müllermeister Johann Seidling aus Großgropitzreitl), Bezirk Tachau, hatte das Unglück, daß seine Wehre, Schleußen und ein Theil seiner Wohngebäude bei einem Woltenbruche in Folge eines Durchreißens des Teichdammes beinahe gänzlich verwüstet wurden. Dieses Unglück traf ihn seit dem Jahre 1862 das drittemal.

Er hat nie die öffentliche Wohlthätigkeit in Anspruch genommen, dießmal aber glaubt er bei seiner zahlreichen Familie sich nicht mehr ohne anderweitige Hilfe sein Gebäude selber aufbauen zu können.

Er wendete sich zuerst an das Bezirksamt. Dieses hatte die gehörigen Erhebungen gepflogen und konstatirte den Schaden auf 1600 fl. Das Bezirksamt veranlaßte sogleich eine Sammlung für den verunglückten Müller, allein diese Sammlung hatte gar keinen Erfolg. Der Müller wendete sich an die hohe k. k. Statthaltern, diese aber mußte ihn abweisen, weil derselben kein Fond zur Disposition steht, um dergleichen Unglückliche zu unterstützen. Endlich wurde auch der dritte Weg eingeschlagen. Er wendete sich an den Landesausschuh und die Bezirksvertretung befürwortete sein Gesuch. Der Landesausschuß übergab es an den hohen Landtag und so kam es an die Petitionskommission. Der Petitionsausschuß hat sich entschlossen, dem hohen Landtage den Antrag zu stellen:

Hoher Landtag geruhe zu beschließen, das Gesuch des Müllers Johann Seidling aus Großgropitzreith um Subvention zum Ausbaue seines durch Abreißen des Teichdammes beschädigten Wehres und der Wirthschaftsgebäude ist abweislich zu bescheiden, weil dem Lande zur vorbesprochenen Unterstützung kein disponibler Fond zur Verfügung steht.

Komise petiční navrhuje:

Slavný sněm račiž se usnesti takto: Žádost mlynáře Jana Seidlinga z Velkých Hrachovin za podporu dostavění jezu a hospodářských stavení, průtrží hráze u rybníka porouchané, budiž zamítnuta, poněvadž země nemá fondu, z kterého podpora taková by dána byla.

Oberstlandmarschall: Verlangt Jemand das Wort?

(Niemand meldet sich.)

Ich bitte abzustimmen.

Diejenigen Herren, welche für diesen Antrag der Kommission sind, wollen die Hand aufheben.

(Majorität.)

Der Antrag ist angenommen.

Der nächste Gegenstand der Tagesordnung ist der Belicht des Landesausschusses, betreffend die Erť nennung der rechtskundigen Direktoren bei der Hypothekenbank des Königreiches Böhmen und diesem folgt: Bericht des Landesausschusses über die Thätigkeit der Landeshypothekenbank des Königreiches Böhmen.

Zur Abkürzung der Verhandlung erlaube ich mir zu bemerken, daß ein weiterer Bericht des Landesausschusses erstattet wird, der einige Aenderungen des Hypothekenbankstatutes beantragt. Es dürfte daher unumgänglich nothwendig sein, eine eigene Kommission für die Angelegenheiten der Hypothekenbank zu bestellen, welcher dann sowohl diese heute an der Tagesordnung stehenden Berichte, als auch der weiter folgende des Landesausschusses zuzuweisen wäre.

Ich erlaube mir daher dem hohen Landtage vorzuschlagen, eine solche Kommission aus 9 Mitgliedern zu wählen, und zwar durch Kurien aus dem ganzen Hause. Drei Mitglieder von jeder Kurie.

Verlangt Jemand über diesen Antrag das Wort?

Da dieß nicht der Fall ist, so bitte ich zur Ab-stimmung zu schreiten.


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Ich bitte diejenigen Herren, welche diesem Antrage zustimmen: Aby se vyvolila komise devíti členů pro záležiosti hypoteční banky, die Hand aufzuheben.

(Majorität.)

Der Antrag ist angenommen.

Der nächste Gegenstand der Tagesordnung ist der Landesausschußbericht über den Antrag des Dr. Škarda, betreffend die Kundmachung der Landesge-setze und die Wahrung der Gleichberechtigung beider Landessprachen.

Dr. Görner (liest):

Hoher Landtag!

Der Abgeordnete JUDr. Jakob Škarda mit 32 Genossen hat in der letzten Jahressession des hohen Landtages nachstehenden Antrag eingebracht:

"Der hohe Landtag wolle an die k. k. Regierung das Ansuchen stellen, in der nächsten Session des böhmischen Landtages den Entwurf eines "Gesetzes, betreffend die Kundmachung der Landesgesetze unter Wahrung der Gleichberechtigung ,,beider Landessprachen, vorzulegen."

Dieser Antrag kam nicht mehr zur Erledigung und wurde mit dem, Landtagsbeschlusse vom 31. Mai 1864 dem Landesausschusse zur Vorberathung zugewiesen.

Der Landesausschuß ersuchte vor Allem den Antragsteller um die nähere Begründung seines Antrages und insbesondere um die Bekanntgabe der Grundsätze, auf welchen das zu erlassende Gesetz beruhen solle.

Dieser Aufforderung kam auch der Abgeordnete JUDr. Škarda bereitwilligst nach, und hat unter Anführung der seit 1849 bezüglich der Kundmachung der Gesetze erstoffenen Patente und Verordnungen darauf hingewiesen, daß

a) dermalen lediglich der deutsche Text als autentisch angesehen werde,

b) es den Centralbehörden anheimgestellt sei, zu bestimmen, welche Gesetze und in welchen Landessprachen den Gemeinden abgesondert kundzumachen sind,

c) eigentlich keine deutliche Norm bezüglich des Zeitpunktes, wann ein Landesgesetz in Wirksamkeit trete, bestehe. —

Zu dieser Auseinandersetzung bemerkt der Antragsteller JUDr. Škarda, daß sein Antrag lediglich dahin ziele, womit die in dem kaiserlichen Patente vom 4. März 1849 angeführten Grundsätze wieder zur Geltung gelangen, und formulirt hiernach die Grundsätze des zu erlassenden Gesetzes dahin:

1. daß ein Landesgesetzblatt in deutscher und böhmischer Sprache (abgesondert) hinausgegeben werde, welches alle Landesgesetze zu enthalten hätte,

2. daß beide Texte gleiche gesetzliche Kraft haben sollen,

3. daß alle Gemeinden verpflichtet werden, das Landesgesetzblatt in der ortsüblichen Sprache sich anzuschaffen,

4. womit, insofern nicht ein anderer Zeitpunkt

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ausdrücklich festgesetzt wird, die verbindende Kraft eines Landesgesetzes mit dem 15. Tage nach Einbe-ziehung in das Gesetzblatt beginne.

Daß eine baldige Regelung bezüglich der Kundmachung der Landesgesetze unter Wahrung der Gleichberechtigung beider Nationalitäten im Königreiche Böhmen höchst wünschenswerth und nothwendig sei, wird auch von Seite des Landesausschusses anerkannt und ist derselbe mit den vom Antragsteller entwickelten Grund!ähen im Allgemeinen einverstanden, glaubt aber, daß es zweckentsprechender sei, wenn nach der bis anno 1860 beobachteten Uebung ein Landesgesetzblatt herausgegeben werde, welches alle Landesgesehe in beiden Sprachen (nebeneinander) enthalten würde, dann wenn bei jedem Gesetze der Tag der Hinausgabe angeführt werde, die Wirksamkeit aber nicht vom Tage der Einbeziehung, sondern mit dem 15. Tage nach Hinausgabe des Gesetzes beginne, in sofern kein anderer Termin ausdrücklich bestimmt wird; weil bei der vom Herrn Dr. Škarda beliebten Stylisirung das Gesetz bereits vor der Hinaugabe in Kraft treten könnte, was bei der Ansicht des Landesausschusses nicht der Fall sein kann.

(Spricht:)

Es könnte nämlich geschehen, wenn der Tag nach der Einbeziehung des Gesetzes in das Landesgesetzblatt als derjenige Tag, wo das Gesetz in Wirksamkeit treten soll, angenommen würde, daß, wenn eine Verzögerung in der Hinausgabe, in der Drucklegung stattfände, dieser Tag früher eintritt, bevor das Gesetz noch kundgemacht wird.

(Liest weiter):

Nachdem nun der Antrag des JUDr. Škarda seinem Inhalte nach eigentlich eine Petition ist, hielt sich der Landesausschuß für berechtiget, diesen Antrag sammt der eingebrachten Begründung der hochlöblichen k. k. Statthalterei mit dem Ersuchen zu übermitteln, gefälligst dahin wirken zu wollen, womit schon in der nächsten Session dem hohen Landtage von Seite der k. k. Regierung mit Berücksichtigung der vorangeführten Grundsätze ein Gesetzentwurs be-treffend die Kundmachung der Landesgesetze zur verfassungsmäßigen Erledigung vorgelegt werde. — Hierüber erlaubt sich der Landesausschuß dem hohen Landtage den ehrfurchtsvollen Bericht zu erstatten.

Statthalt.-Leiter Lažanský: Vor Allem erlaube ich mir zu bemerken, daß einige der berührten Verfügungen bereits gesetzlich bestehen.

Der 1. Punkt: Daß ein Landesgesetzblatt in deutscher und böhmischer Sprache hinausgegeben werde, welches alle Landesgesetze zu enthalten hätte, das besteht schon. Es besteht faktisch ein Landesgetzehblatt in deutscher und böhmischer Sprache.

Der 4. Punkt: womit, insofern nicht ein anderer Zeitpunkt ausdrücklich festgesetzt wird, die verbindende Kraft eines Landesgesetzes mit dem 15. Tage nach Einbeziehung in das Gesetzblatt beginne; dieß besteht auch schon, u. z. in Kraft des allerh. Patentes vom 27. Dezember 1852, das zwar in einigen Punkten durch spätere allerhöchste Verord-


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nungen behoben, jedoch in andern Punkten ausdrücklich in dem Patente vom 1. Jänner 1860 wie-der anerkannt wurde. Also diesen beiden Wünschen ist faktisch Rechnung getragen.

Bei dem Einlangen der vorliegenden Mittheilung an die Statthalterei war von Seite des Präsidiums der h. Statthalterei sogleich über die Sache eine Verhandlung eingeleitet, die dermal noch zwischen dem h. Staatsministerium und der Statthalterei schwebt.

Die Staatsbehörden sind vollkommen gewillt und gerne bereit der Gleichberechtigung in dieser Beziehung volle Rechnung zu tragen. Es treten nur 2. Schwierigkeiten vorzüglich entgegen.

Erstens der enge Verband der Landesgesetzgebung mit der Reichsgesetzgebung, weil sehr viele Reichsgesehe auch dem Lande zugeführt werden müssen, und zu seiner Kenntniß als daselbst verbindlich gelangen müssen, und

Zweitens: Die Frage über die Authentizität des Textes.

Diese Verhandlung ist noch nicht zu Ende gebracht, aber sie dürfte wohl nicht lange mehr schweben, und ich kann das h. Haus von Seite des H. Staatsministers und der hohen Regierung von dem besten Willen versichern, daß sie sobald als möglich in dieser Angelegenheit mit einer, wie ich glaube befriedigenden Vorlage vor das h. Haus treten wird. (Bravo!)

Das ist der Stand der jetzigen Verhandlung,

Dr. Škarda: Prosím za slovo.

Ustanovení, které se týkají vyhlašování zákonů, jsou jaksi obrazem poměrů jednotlivých národů naší říše, jsou jaksi obrazem toho, jak ve vládních kruzích se smýšlí o poměru tomto.

Že tomu tak jest, dovolím si dokázati ze zákona, který v krátké době u nás měl platnost zákonní.

Až do roku 1848 neznalo se u nás vlastně jiných zákonů, nežli německých, každý zákon byl jen v řeči německé platný, všechny sbírky, ať to byly sbírky zákonů justičních neb politických, vydávaly se jen v řeči německé, a jenom zde neb onde, kde se myslelo, že některá ustanovení přímo a hlavně se týkají lidu venkovského, vydávaly se zákony také v jakémsi chatrném překladu.

Tak se stalo, že až do roku 1848 v Čechách neměli jsme žádných zákonů českých.

V roce 1848 stal se obrat ovšem velký; zde na jednou uznáno bylo, že Rakousko není pouze německé, že je zde národů více vedle sebe, uznalo se, že i národové ti mají jakési právo, aby zákony vydávány byly v jejich řeči.

Dovolím si ve směru tom poukázati k patentu od 4. března 1849; v tomto přednešení ministra k Jeho Veličenství lze čísti tato slova : "veliké dílo ministrů Jeho Veličenstva v srozumění s národy k vykonání uloženo jest, totiž k založení nového svazku, kterýž opíraje se o volné právo a volné vyvinutí všech národností spojiti má veškeré země a kmeny mocnářství v jeden velký stát a pojistit trvalost Rakouska v jednotu státní."

Myšlenka ta blahodějně přetvořiti a obnoviti veškeré mocnářství, na základě skutečně rovného práva všech národů v říši a rovnoprávnosti všech občanů před zákonem, a spojiti veškeré země a kmeny v jeden velký stát, prohlášena od Jeho Veličenství našeho, nyní panujícího císaře a krále Františka Josefa I. za průvodní hvězdu při vykonávání vysokých povinností panovnických Jeho Veličenstva.

V srovnalosti s těmito zásadami ráčil Jeho Veličenství naříditi následujícím patentem, aby uveden byl obecný zákonník říšský a věstník vládní ve všech jazycích zemských v říši Jeho Veličenstva obyčejných.

Ten patent praví doslovně: "Prohlédajíce k tomu, aby přestala neurčitost dosavadní předpisu o prohlašování zákonních nařízení a jiných k uveřejnění ustanovených vynešení vládních, aby docílila se větší důkladnost a jednoduchost, aby zásadě rovnoprávnosti všech národů v říši spojených učinilo se zadost, ustanovili jsme po návrhu nášeho ministerstva, a nařizujeme jak následuje:

§. 1. ode dne, který se později ustanoví, bude se vydávat obecní zákonník říšský a věstník vládní ve všech obyčejných jazycích zemských. Textové rozličných jazyků zemských mají stejnou zákonní platnost.

Zde zákonodárství postavilo se na stanoviště, že všickni národové říše naší mají rovné právo, že tedy jejich jazykové rovné právo míti mají, jmenovitě co se týká zákonů.

Bohužel nezůstal náhled ten dlouho platný v kruzích rozhodujících.

Již v roce 1852 dne 27. prosince nařízeno, že k zavazujícímu vyhlašování zákonů a nařízení budoucně se ustanoví zákonník říšský a věstník vládní, že při všech zákonech a nařízeních, které v zákoníku říšském vycházeti budou, budoucně pokládati lze text německý jedině za autentický, že při pochybnostech, které by snad v překladu na jiné jazyky zemské vzešly, vztahovati se mají k textu německému; zde tedy docela zkrátka zase zákon jen v německé řeči se vyhlašoval, a vyhlašování zákona v ostatních jazycích děly se jen ve překladech.

Vykládání jich říditi se muselo jedině dle autentického textu německého, leč nebylo ani na tom dosti.

Roku 1860 šlo se ještě dále. Zde nepostačovalo již, že zákony německé jsou autentické a ostatním národům že přikládali překlady, že se jednoduše překlad přivzal..

Příště se bude vydávat zákon vůbec jen německy, a jen když vládě se zalíbí, vydá také


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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

překlad v jiných jazycích, jmenovitě v jazyku Českém.

Když opět nastala nová doba, rozhodná doba v říši, když opět byli povoláni národové, aby spolupůsobili v zákonodárství, tenkráte vidělo se ministerstvo pohnuto, aby vydalo samo nařízení, jmenovitě jak se budou vydávat zákonové zemští, a ustanovilo dne 17. února 1863, že stran vyhlašování zákonů zemských a počátku jejich závazné moci mají prozatím až k ústavnímu přehlednutí patentu od 1. ledna 1860, č. 3. říšského zákoníka platiti ustanovení, obsažena v §. 4. a 5. o nařízení úřadů zemských.

Vedle toho bylo mi ovšem známo, že máme jakési ustanovení o tom, jak se zákony vyhlašují.

Mně bylo tenkráte také známo, že může se vyvoditi, kdy zákonní texty ve sbírkách vyhlášené nabudou platnost zákonní; mně ale jest dále známo, že posud nemáme takového zákona, který by se byl stal ustanovením, že i náš jazyk český pokládán jest za rovnoprávný s německým, že totiž, jak zákon německý, tak zákon český vyhlášený má stejná práva a stejnou moc.

Tomu jsem hleděl, aby se vyhovělo návrhem, a proto jsem učinil návrh onen, který právě nyní jest předmětem tohoto rokování.

U nás v Rakousku platí vůbec zásada, že nikdo nemůže se tím omlouvati, že by mu zákon znám nebyl, a předce až posud neprohlašují se zákony v každém jazyku národu říše naší. Já vidím v tom nedůslednost velikou.

Jak může někdo být zavázán, aby zákony zachovával, jak může mu být uloženo, že se tím nemůže vymlouvati, že zákon nezná, a předce se mu nedá příležitost, aby zákon ten poznal.

Jak ve zprávě zemského výboru praveno jest, skutečně nezamýšlel jsem nic jiného, než aby k císařské král. vládě byla vznešená žádost, aby předlohu o vyhlašování zákonů v obou jazycích zemských slavná sněmovna podala.

Kdežto tedy toto vyzvání vládě již bylo podáno, jak seznávám ze zprávy nám podané, kdežto dále vládní komisař nám oznámil, že vyjednávání se již děje, že očekávati lze, že vláda jak možná nejdříve předlohu takovou sl. sněmu učiní, dovoluji si zde učiniti následující návrh:

Sl. sněm béře zprávu zemského výboru k vědomosti v očekávání, že c. k. vláda ještě za letošního zasedání předloží návrh zákona, jehož se dotýče.

Der hohe Landtag nimmt den Bericht des Landesausschusses in der Erwartung zur Kenntniß, daß die k. k. Regierung noch während dieser Session den dießfälligen Gesetzentwurf vorlegen werde.

Oberstlandmarschall: Die hohe Versammlung hat eben den Antrag gehört. Wird er unterstützt? Er ist unterstützt.

Verlangt noch Jemand das Wort?

Da dieß nicht der Fall ist, erkläre ich die Debatte für geschlossen.

Dr. Görner: Ich werde lediglich einige Worte hier beifügen, nachdem es sich hier eigentlich nicht um Berathung irgend eines Antrages handelt, sondern lediglich um die Berichterstattung über einen Schritt des Landesausschusses, welchen derselbe in Abwesenheit des h. Landtages über einen ihm zugewiesenen Auftrag gethan hat.

Der Herr Antragsteller hat sich selbst mit dem, was der Landesausschuß dießfalls gethan hat, einverstanden erklärt. Der H. Regierungskommissär hat erklärt, daß die Berathungen dießfalls zwischen der Statthalterei und dem h. Ministerium bereits im Zuge sind, welche in nächster Zeit ihrer Beendigung entgegen sehen.

Der Landesausschuh macht also gegen den Zusatzantrag der ursprünglichen Antragsteller durchaus keine Einwendung. Wenn der hohe Landtag den Bericht des Landesausschusses mit dem zur Kenntniß nimmt, daß die Hoffnung ausgesprochen wird, daß die hohe Regierung noch in dieser Session den Gesehvorschlag einbringt, denn die Absicht, welche sowohl der ursprüngliche Antrag als auch das Verfahren des Landesausschusses in dieser Beziehung hatte, ist eben das, was heute der Antragsteller kompletirt.

Oberstlandmarschall: Es liegt der Antrag vor: der hohe Landtag nimmt den Bericht des Landesausschusses in der Erwartung zur Kenntniß, daß die k. k. Regierung noch während dieser Session den dießfälligen Gesetzentwurf vorlege.

Sněm béře správu zemského výboru k vědomosti, v očekávání, že c. k. vláda ještě za toho zasedání předloží návrh zákonu, jehož se dotýče.

Bitte die Herren, welche diesem Antrage zustimmen, die Hand aufzuheben.

Ich bitte aufzustehen.

Majorität).

Der Antrag ist angenommen.

Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist der Bericht des Landesausschusses über den Antrag des Abg. Seidl, betreffend die Durchführung der Gleichberechtigung der Landessprachen in den Aemtern.

Berichterstatter Dr. Schmeykal: In der Landtagssession 1861 überreichte der Abg. für Klattau und Taus einen in 8 Absätzen Formulirten Antrag, welcher auf die Durchführung der Gleichberechtigung beider Landessprachen in Aemtern gerichtet war.

Aus dem vom Landesausschusse vom 1. Dez. 1863 datirten und in der Landtagssession 1864 vorgelegten Berichte wird der hohe Landtag entnommen haben, welchen Vorgang der Landtagsausschuh gegenüber diesem Antrage einhielt, und wie er durch die an das h. Staats-Ministerium gerichtete und dem Belichte im Anhange beigefügte Zuschrift bemüht war, dem Landtage eine legislative Einfluß-


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nahme in dieser Frage durch Anwendung des drit-ten Absatzes des §. 18 der Landtagsordnung zu sichern. —

Damals schloß der Landesausschuß seinen Bericht mit dem Antrage, daß der h. Landtag die über den Antrag des Mg. Seidel getroffene Einleitung zur geneigten Kenntniß nehmen möge.

Die in dem Berichte gedachte Zuschrift an das hohe Staatsministerium ist nach der Erstattung des Berichtes vom 1. Dez. 1863 mit einer Note der h. Statthaltern beantwortet worden, und es war diese Note zur Kommemorirung bei der Berichtet-stattung im I. 1864 bestimmt, zu welcher es aber nicht kann.

Ich bin daher verpflichtet diese Note dem h. Hause mitzutheilen.

Sie lautet wie folgt:

(Liest):

Note.

In dem Schreiben vom 1. Dezemb. 1863. Z. 18091 hat der hochlöbl. böhmische Landesausschuß sich an das k. k. Staatsministerium mit der Bitte gewendet, es wolle Fürsorge getroffen weiden, daß im verfassungsmäßigen Wege die Anordnungen über den Gebrauch der beiden Landessprachen des Königreichs Böhmen in dem öffentlichen ämtlichen Ver-kehre nach den Grundsätzen der Gleichberechtigung dem Landtage im Sinne des §. 18. der Landesoronung Abs. III. (3) durch besondere Verfügung zugewiesen werden.

Hierüber habe ich die Ehre dem hochlöbl. böhm. Landeßausschusse im Namen des hohen k. k. Staatsministeriums auf Grund einer soeben erhaltenen Weisung desselben vom 28. Jänner l. J. Z. 561—St. M. I. zu eröffnen, daß nach dem Erach-ten der Regierung das Prinzip der sprachlichen Gleichberechtigung im äußeren Verkehre der Gerichte und Behörden durch die bestehenden Anordnungen ohne dieß gewahrt sei, und auch dieser gemäß gehandhabt werde.

Insofern jedoch eine Regelung im legislativen Wege angestrebt wird, was nur im verfassungsmäßigen Wege unter Mitwirkung des Reichsrathes durch Einbringung einer bezüglichen Regierungsvorlage stattfinden kann, so wird die Regierung diesen Wunsch in ernstliche und reiflichste Erwägung ziehen, und jedenfalls darauf Bedacht nehmen, daß in dem dießfälligen Reichsgesehe der Landesgesetzgebung jener Spielraum vorbehalten werde, welcher sich als durch die besonderen Landesverhältnisse wirklich bedingt darstellen wird.

Die Kommunikate folgen im Anschlusse zurück.

Prag, am 5. Februar 1864.

Der Vicepräsident:

Belcredi.

(Spricht):

Nach dieser Statthaltereinote dürfte der Landesausschuß dem Ersließen der zugesicherten Regierungsvorlage entgegensehen, es ist jedoch diese Regierungsvorlage bisher nicht, weder an den Landesausschuh noch an den hohen Landtag gelangt und ich glaube daher auch nicht mehr zurückgehen zu können auf den unter 1. Dezb. 1863 gestellten Antrag des damaligen Berichtes des Landesausschusses, sondern denselben sowie durch die Kommunikation dieser Statthaltereinote, auch noch durch den weiteren Antrag ergänzen sollen, daß über den vorgetragenen Bericht von Seite des Landesausschusses — eine, Kommission bestellt werde, bestehend aus 9 Mitgliedern, je drei zu wählen aus den einzelnen Kurien des Landtages.

Die Rechtfertigung für diesen Vorgang dürfte in dem Umstande liegen, daß ohngeachtet die Regierungsmittheilung Solches in Aussicht stellte, die Regierungsvorlage weder an den Landesausschuh noch an die Landesvertretung gelangte, und weil weiters auch schon in den früheren Regierungsmittheilungen die Frage als zweifelhaft hingestellt wurde, ob überhaupt die Regelung des inneren Verkehrs der Behörden, so wie die Modalitäten der Beamtenernen-nung eine Frage der Legislative und nicht vielmehr eine Frage der Exekutive sei.

Aus allen diesen Gründen glaube ich daher im Namen des Landesausschusses den gestellten Antrag auf Niedersetzung einer Kommission gerechtfertigt zu haben.

Maršálek: Pan zpravodaj navrhuje, aby se volila komise 9 členů, které by dodán byl návrh k přípravné poradě se zprávou zemského výboru a dopisem mížtodržitelství.

Ich eröffne die Debatte.

V. Seidl: Poněvadž p. zprav, jmenem zems. výboru navrhuje komisi, která by se radila o učiněném návrhu a konečné návrhy slavnému sněmu podala, tedy se připojuji tomuto návrhu tím více, poněvadž dnešního dne přednešen byl připis státního ministerstva, o kterém žádné zmínky ve zprávě zemského výboru se neděje a také žádný další návrh učiněn není, a tedy možno není rozhodnouti hned o tom, ježto dopis státního ministerstva nebyl známý až do dneška co přednešen byl. Připojuji se tedy k návrhu zemského výboru úplně co se tkne zřízení komise a budu hlasovati pro to, aby se zvolila komise.

Oberstlandmarschall: Verlangt noch Jemand das Wort?

Da Niemand das Wort verlangt, so werde ich zur Abstimmung schreiten und bitte diejenigen Herren, die dem Antrage auf Niedersetzung einer Kommission zustimmen, die Hand aufzuheben.

(Majorität).

Der Antrag ist angenommen.

Der Ausschuß zur Berathung über die Reorganisirung der Landesirrenanstalt wird auf Montag 5 Uhr zu einer Sitzung eingeladen.

Die Kommission für die Kirchenbaukonkurrenz


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wird zu einer Sitzung auf Montag um 10 Uhr Vormittags eingeladen.

Die Strassenkommission wird auf Morgen Sonntag 10 Uhr zu einer Sitzung eingeladen.

Wie bereits erwähnt, werde ich die nächste Sitzung auf Donnerstag um 10 Uhr bestimmen.

Tagesordnung:

Bericht der Kommission für Angelegenheiten des Polytechnikums bezüglich des Ankaufes eines eigenen Bauplatzes für dasselbe.

Es ist dieser Bericht bereits erstattet. er ist aber noch nicht gedruckt, ich werde ihn aber, sobald er gedruckt ist, unter die Hrn. Abgeordneten noch rechtzeitig vor der Sitzung vertheilen lassen.

Ferner der Bericht des Landesausschusses über das Gesuch der Stadtgemeinde Reichenberg wegen Aufnahme eines Darlehens und Bewilligung verschiedener Gemeindeumlagen.

Sollte mir im Laufe dieser Tage noch eine Vorlage von den Kommissionen zukommen, so werde ich trachten, dieselbe in Druck legen zu lassen und wird es möglich sein, sie in der durch die Geschäftsordnung vorgeschriebenen Zeit noch zu vertheilen, so werde ich sie zur Ergänzung der Tagesordnung aufnehmen.

Ich erkläre die Sitzung für geschlossen.

Schluß der Sitzung um 21/4 Uhr.


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XXII. Sitzung der 4. Jahres-Session 1866.

Spisy došlé

dne 24. ledna 1866.

Čís. 229. Zemský výbor podává zprávu o volbě Kajetána Keila co poslance do sněmu za obchodnickou komoru Budějovickou.

dne 25. ledna.

Čís. 230. Zpráva zemského výboru o žádosti českých posluchačů na polytechnickém ústavu zemském za bezplatné vyučování jazyku francouzskému v řeči české.

Čís. 231. Zemský výbor podává žádost představenstev obcí Skýtal a Vrbičky, aby při novém pol. rozdělení okresů ponechány byly v okresu podbořanském.

dne 26. ledna.

Čís. 232. Okresní zastupitelstvo Vodňanské podává žádost obce račické za vyloučení ze svazku s obcí chvaletickou a milenovickou.

Čís. 233. Okresní výbor Mimoňský podává odvolání-se Fabiána Kauteho v Brenné z rozhodnutí ze dne 29. prosince 1865 čís. 179, týkajícího se pronajmutí mýta v Brenné.

Einlauf.

vom 24. Jänner 1866.

Nr. 229. Ländesausschuh legt berichtlich vor den Wahlakt betreff der Neuwahl eines Landtagsabgeordneten (Kajetan Keil) für die Budweiser Handelskammer.

vom 25. Jänner.

Nr. 230. Landesausschußbericht über das Gesuch der böhmischen Hörer am Polytechnikum um unentgeltlichen Unterricht in der französischen Sprache mit böhmischer Unterrichtssprache.

Nr. 231. Laudeßausschuß legt vor die Eingabe der Gemeindevorstände von Skýtal und Kleinfürwitz wegen Velassung dieser Gemeinde in dem podersamer Bezirke bei der neuen politischen Gebieteintheilung.

vom 26. Jänner.

Rr. 232. Bezirksveitretung Wodňan mit dem Einschreiten der Gemeinde Račic um Ausscheidung aus dem Gemeindeverbande mit Chwaletic und Milenowic.

Nr. 233. Bezirksausschuß von Niemes legt vor die Berufung des Fabian Kaute aus Brenn gegen die Entscheidung vom 29. Dezember 1865 Zahl 1?9, betreffend die Mauthpachtung in Krenn.

Josef Graf Wratislaw.

Verifikator.

W. Seidl.

Verifikator.

Dr. Emanuel Forster.

Verifikator.

*4


Aus der Stathalterei-Buchdruckerei in Prag.


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