331. Rudolf II. oznamuje nejvyšším úředníkům a soudcům zemským království Českého, jak zamýšlí naložiti s penězi, svolenými na vojnu s Turkem, i přikazuje, aby kontribucí svolená rychle odváděna byla, po případě aby vzdlužili se ve 100.000 zl. na vlastní úvěr ku podpoře vojenství.

V PRAZ. 1597, 18. května. - Konc. v c. a k. společ. financ, arch. ve Vídni sub "Böhmen 1597 Mai."

Rudolf etc. Wir fügen euch mit Gnaden zu vernehmben, dass wir aus der Contribution, so uns die gehorsamen Stände dieser unserer Kron Beheiinb zu Hulf des bevorstehenden Feldzugs für dies Jahr zu reichen gehorsamist bewilligt, (i00O Wallonen zu Fuss unter zweien Regimenten und dann 1000 Wallonische Archibusierpferd zu unterhalten uns entschlossen, wie wir dann auch gnädigist gemeint, do an solcher Bewilligung uber die Bezahlung gemei ter Soldaten was übrig, dasselbe anderswohin nit als zu dem Kriegswesen und den Gränitzen zum Besten zu verwenden. Dieweil man dann dem gemachten Anschlag nach, weil Reiter und Knecht von weitem gebracht werden müssen, zu des Fussvolks Laufgeld 18,000 fl., auf der Knecht ersten Monatsold 60.000 fl., auf die Commissarien 2.000 fl. und dann auf Floss, Schiffungen und Schiffleut bis in 10.000 fl. bedürftig, die wir auch bereit und zusammen in die 90.000 fl. aufbringen lassen und die Erstattung aufs Furderlichste wieder thun sollen, darai auch auf die 1000 Archibusierpferd zum Anrittgeld, doch dass ihnen der halbe Theil nach dem ersten Monat in den folgenden an ihrem Verdienen wieder abgekürzt, und dem ersten Monatsold in die 45.405 fl. rh. vonnötken. Als ist hiemit unser gnädigister Befehlch an euch, ihr wollet bei den verordneten Obereinnehmbern darob sein, damit sie die Bewilligung alles angelegnen Fleisses treiben und nit allein die Erstattung der bereite aufgebrachten 90.000 fl. unverlangt thun, sondern auch zu Fortfurderuug der Reiter die Nothdurft Geld hergeben und zu Verhütung allerlei daraus folgernden Schadens damit gar nit säumen. Darnach so ist auch ein sondere Nothdurft. sobald dieses frembde Kriegsvolk ins Land kombt, dass ihtne mit Lehen und Bezahlung wieder geholfen und es auf die Giänitzen und an den Feind mit dem ehisten gelegt und geführt werde. Darbei aber zu besorgen, dass der Termin Laurenti dieser Contribution, daraus die Verlag zu solchen Lehen und Befreiung zu nehmen, sobald nit gefolgen möchte. Ersuchen derowegen euch hiemit gnädigist. ihr wollet auf solchen Termin zum wenigisten bis in 100.000 fl. unverlangt auf euren Credit aufbringen und solche an gehörige Ort zu Fortfurderung obbenennts Kriegsvolks auszählen und entrichten, auch, wann an der Bewilligung so viel gefallen, die Anticipatiou daraus wieder erstatten und bezahlen lassen. Wie ihr unserm gnädigisten Vertrauen nach gar wohl zu thun und also gemeine Wohlfahrt auch eurestheils zu befurdern wisst. Daran vollbringt ihr, denen wir beinebens mit kaiserlichen Gnaden gewogen, unsern gnädigen.gefälligen Willen und Meinung. Geben Prag, den 18. Maii a. 97.




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