21. Konstantin Zelender z Prošovic, císařský rychtář v Kadani, oznamuje arcibiskupu pražskému, že vedle usnešení krajského sjezdu Žateckého z měst Žatce, Mostu, Loun a Kadaně vždy jeden vyslaný na příští sněm vyslán bude, poněvadž však všude utrakvisté voleni byli, prosí arcibiskupa Antonína z Mohelnice za radu, co a jak by měl činiti, aby z města Kadaně na budoucí sněm buď jen katolík anebo dva vyslaní jeden katolický a druhý pod obojí vypraveni býti mohli.

V KADANI. 157:, 23. února. Orig. v arch. arcib. Pražského.

Euer Fürstl. G. werden sich genädigist zu berichten haben, wasmassen auf jungst gehaltenen Landtag geschlossen, dass in Kreisen der Kron Beheimb den Tag S. Laurenti verschienen der dreien Ständ Zusammkunft gehalten und Personen gekorn, so des Landtags von Anfang bis zu End abwarten, auch wasgestalt die unterhalten möchten werden, gehandelt werden soll. Nun ist zu Saaz als in des Saazer Kreis Hauptstadt soliche Zusammreitung gehalten und geschlossen, weil der Städt im Saazer Kreis viere seind: Saaz, Brux, Laun, Kadan, dass aus jeder Stadt eine Person auf kunftigen Landtag ablegirt werden soll. Hierauf ein Rath allhier sambt den anderen zweien Räthen, weil dies Jahr nit mhr denn zwo catholische Rathspersonen im Rathstuel und in den andern zweien Räthen nit uber vier oder funf verordnet und also die meiste Stimm haben, Petrum Stirba als den antesignanum derer sub utraque zum Kadan gekorn, dem sich unsere Catholici zuwider gesatzt neben mir mit Vormeldung, weil aus den andern dreien Städten aus jeder einer sub utraque geordnet werde, dass bei uns, weil wir zwo underschiedliche Kirchen und Religionen haben, ein catholische Person sub una möcht gekorn werden, auf dass, sofern in Religionssachen was gehandelt und auf die sub una von Kadan, wie vorschienener Jahr geschehen, gerufen, sie auch sich angeben und was ihnen dabei zu thun gebuhren, erzeigen möchten. Dann uns Catholicis von den höhern Ständen nit ohn unsern Nachtheil vomviesen, dass man auf uns vorschienene Jahr in Religionssachen auf den Landtag gerufen, weil aber die Catholici bei uns von den Landtagen und andern gemeinen Legationibus des mehrern Theils ausgeschlossen, sich nit einstellen und anmelden konnen. Haben auch fur den dreien Räthen wir Catholici offentlich protestirt, solche unsere Beschwer, dass man die unsern in so wichtigen Sachen und Landtägen ausschliessen will, an die Ort, da sichs gebuhrt, gelangen zu lassen. Haben zum Uberfluss gebeten, damit Lieb, Fried und Einigkeit bei uns erhalten, man woll, weil in dem Saazer Kreis jede Stadt ihre Gesandten unterhalten soll, die Sach aus solchen beweglichen Ursachen dahin richten, damit auf gemeinen der Stadt Kadan Säckel zwo Personen abgefertigt möchten werden, eine sub una, die andere sub utraque. Haben dies auch nit erhalten mugen. Bitten derwegen E. F. G. unsere Catholici, ich neben ihnen, ganz dienstlich, E. F. G., weil es von uns anderer Wege nicht begehht, dann dass wir, sofern in Religionssachen, wie es ohne das nit abgehen wird, was furkommen möcht, wir dennoch, als die sich der h. catholischen romischen Religion nit schämen, dazu itzo und die Tag unsers Lebens (ab Gott will) dazu bekennen wollen, auch uns, so viel uns gebuhren mag, erzeigen möchten als Religionsvorwandte, und sofern von dem andern Theil unserer h. Religion was zu Nachtheil und Beschwer wollt furgenommen werden, demselben mit zeitlichen Rath furkommen mochten, E. F. G. geruhen genädigen Rath mittheilen, wie den Sachen zu thuen, ab wir Personen der drei Räthe, derer uber sechs oder sieben diesmal bei uns nit geordnet, sollten soliche unsere Beschwer an die H. Statthalter durch ein Supplication oder mundliche Legation gelangen lassen, oder durch was Mittel solchs furzunehmen, damit wir den Sachen weder zu viel noch zu wenig thäten; dann wofern wir hierin nit Rath und Schutz zu gewarten, des wir uns mit nichte vorsehen, wollen wir vor Gott, der hohen Obrigkeit. und meniglich entschuldigt sein, dass es an unsern aufrichtigen Herzen und Gemuetgegen der h. catholischen Religion nit gemangelt.




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