3. Rozvrh pøijmuv a vydání komory èeské na rok 1592. (Rozpoèet uèinìn vedle výsledku z roku 1590.)

1592, 17. ledna. — Orig. v c. a kr. spol. arch. fin. ve Vídni, sub Böhmen A. 3.

Beheimbischer Kammer Einkommen und kurzer Summaribericht, was die Gefäll, so zu derselben behemischen Kammer jetziger Zeit deputirt, vermüg deren auf die Buchhaltern eingelegten Eaitungen über der Ambtleut Besoldungen, Zehrungen und anderer ordinari Ausgaben das 90. Jahr ertragen und ungefährlich das 92. Jahr auch austragen möchten, und was hiemit [.. ] anjetzo jährlich für unvermeidliche und andere Ausgaben daraus zu entrichten sein, alles auf Thaler oder Schock meissnisch gerait.

Empfang des einen erblichen Biergroschens ist aus den küniglichen und der Künigin Städten in Beheimb das gemelte 90. Jahr über der Einnehmber Besoldung, Zehrung und anderer ordinari Ausgabe gefallen, wie aus hiebei gelegten mit No. 1. signirten Auszug zu befinden, :benenntlich

7.131

Schock

29

Gr.

5

D.

So hat das Ungelt im Thein in der alten Stadt Prag das berührte 90.Jahr über der Ambtsdiener Besoldung, so im. Kammerstat mitbegriffen und sonst andere Ambtsausgaben ertragen, wie aus beiliegenden mit No. 2. signirten Auszug zu befinden, benenntlichen

5.311

"

25

"

4

"

Ferner hat das Ungelt aus den anderen küniglichen Städten und der Künigin Stadt in Beheimb das 90. uber die ordinari Ausgaben ertragen, wie aus beigelegten mit No. 3. signirten Auszug zu sehen, benenntlichen

2.842

Schock

21

Gr.

2

D.

Das Schaffelgeld, welches nur in etlichen Städten gereicht wird, hat das 90. Jahr laut beigelegtes Auszugs, mit No. 4. signirt, ertragen benenntlich

642

"

10

"

   

Die richtigen Kammerzins, soviel deren dieser Zeit aus den küniglichen Städten gereicht werden, haben das 90. Jahr vermag beigelegtes Auszuges, mit No. 5. signirt, ertragen benenntlich

4.115

"

10

"

4

"

Der behemischen Künigin Kammerzins betreffende, dessen sonderbar aus denen verordneten Städten jährlich bis in 1224 Schock meiss. gefallen thuet, demnach derselbe der römischen Kaiserin als Königinin Beheimb ein Weg als den anderen gereicht und durch derselben hinterlassenen Diener abgefordert wird und der Kammer hierin nichts zu guten kommet, aus der Ursach dann allhier der Kammer nichts zugeschrieben wird.

           

Der Kammerjuden Zins trägt jährlich aus 1000 Thaler und absonderlich reichen sie jährlichen anstatt der Steuer 400 Thaler, thuet beides zusamben

1.400

"

—

     

Die Appellation-Taxgefäll von behemischen und teutschen Fragen haben das 90. Jahr laut beiliegendes Auszugs, mit No. 6. signirt, uber der Secretari, Kanzelisten und anderer Ambtsdiener Besoldung, so im Í Kammerstat mitbegriffen, und sonsten andere Kanzleiausgaben ertragen benenntlich

1.208

"

40

"

—

"

Das Weinbergrecht zu Prag betreffend, demnach bis auf dato nicht mehr als nur 1355 1/2 Strich in den neuen, vor Jahren verfassten , Urbari einkommen, davon die Leut das Weinbergrecht bekennen, daraus erscheinet, wann gleich der Wein alle Jahr geriete und das Weinbergrecht volliglich eingebracht würde, welches aber selten beschicht, dass dennoch jährlich von allen denen zinsbaren Weinbergen der neuen Anordnung nach nicht mehr als nur 659 Thaler zu gewarten ist. Wann nun der Geistlichen Deputat sowohl des Bergmeisters Gebührnus, welches sich auf 16 Fass Wein erstreckt und an Geld 334 Thaler austrägt, davon abgekürzt und dann des Bergmeisters und der Ambtsdiener Besoldung und andere Ambtsordinariausgaben, so |sich jährlichen auf 20 Thaler verlauffen, auch davon abgezogen werden, so restirt nit mehr als nur 405 Thaler, und unangesehen, dass der Bergmeister das 90. Jahr in allem nicht mehr als nur 440 Thaler ein gebracht und die obgesetzten Ausgaben daraus entrichten müssen, und deshalber gar ein schlechtes ins Eentmeisterambt ausgezählt, so würdet nichts desto weniger hiemit der böhmischen Kammer der völlige Uberschuss, als nämblichen 405 Schock, für ein jährlich Einkommen zugeschrieben, id est

405

"

—

"

—

"

Das Weinbergrecht zu Leitmeritz trägt, ein Jahr dem anderen zu Hilf gerait, ohngefährlich

170

"

—

"

—

"

Das Weinbergrecht zum Kadan erstreckt sich jährlichen, es gerathe der Wein wohl oder übel, auf 3.084 Pint, davon gebührt dem Bergrichter und einem zugeordneten Schöpfen 269 Pint, restiert also nit mehr als nur 2.815 Pint und für jede Pint 4 Kr. gerait, thuet 160 Schock 51 Gr. 3 D., davon ferner abgekürzt 52 Thaler, welche jährlich dem Convent der 14 Nothelfer daselbst aus denen Einkumben gereicht werden, restiert noch 108 Thaler 51 Gr. 3 D., welche hiemit der Kammer für ein Einkumben zugeschrieben werden

108

Schock

51

Gr.

3

D.

Der Grainitzzoll in Beheim hat das 90. Jahr vermüg beigelegten Auszuges, mit No. 7. signirt, über der Zollcommissarien und Zollbereiter sowohl der Untereinnehmber Besoldung und den andern ordinari Ausgaben ertragen 15.364 Schock 48 Gr. 3 D.; dieweil aber diese Gefäll jetziger Zeit in ander Weg verwendt, so kann demnach der behemischen Kammer der Granitzzoll allhier nicht zugeschrieben werden.

           

Herrschaft Pressnitz hat vermüg der bei der Buchhalterei eingelegten Kaitung ausser der Waldgefäll, so bei dem Joachimbsthalischen Einnehmberamt verrait werden, von 11. Juni anni 90. bis auf dem 22. April des 91. über die ordinari Ausgaben besage nebenliegenden mit No. 8. signirten Auszugs 376 Thaler 15 Gr. 3 D. ertragen und wann neu die Zins Georgi darzu gelegt werden als 91 Schock 51 Gr., trüge also die ganze Nutzung aus

468

"

6

"

3

"

Die kaiserlichen Herrschaften betreffend, demnach aus den Gefallen derselben Herrschaften dieser Zeit ins Eentmeisterambt gar nichts einkumbt, also kann der Kammer deshalber allhier auch nichts zugeschrieben werden.

           

Prägerischer Salzhandelsgewinn hat im verflossenen 90. Jahr über die ordinari Asgaben vermüg hierneben liegenden Auszugs, mit No. 9. signirt, mehrers nit als 1.979 Thaler 39 Gr. 5 D. Nutzung er tragen, welches der dürre Summer und die kleinen Wasser verursacht, also dass eine ziembliche Anzahl Kufen Salz " so dem Salzambtmann zum Budweis allbereit bezahlt gewesen, nit herabgebraeht werden künnen. Weil aber angeregter Salzhandel hiebevorn ein Jahr ins ander gerait 2700 Thaler Uberschuss geben, den er auch vermutlichen bei jetziger Gelegenheit bringen und ertragen möchte, als werden die selben hiemit auch ausgeworfen

2.700

"

—

"

—

"

Prägisch Münzambt. Solches hat vermüg neben liegenden mit No. 10. signirten Auszuges in verschienen 90. Jahr Uberschuss ertragen 655 Thaler 42 Gr. 5 D.; weiln aber dieser Zeit von dem Barthelme Albrecht weder Gold noch Silber in die Münz gegeben wirdet, von welchen, wie aus ermelten Auszug zu sehen, die meiste Nutzung hergeflossen, von den Bergwerken auch änjetzo gar wenig Gold und Silber einkumbt, also ist sich bei jetziger Gelegenheit von diesem Münzwerk keines Uberschuss zu getrösten, wie dann auch obvermelte 655 Thaler 42 Gr. 5 D. nit ins Rentmeisterambt kumben, sondern bei der Münz als ein Cassavorrath verblieben sein.

           

Tabor, Graupen, Eul, Przibramb. Diese Bergwerk geben jetziger Zeit keine Nutzung, und obgleich etwas weniges derer Orten gefällt, so wirdet doch solches in die Präger Münz geantwurt und daselbsten verrait werden.

           

Kuttenbergisch Handelswesen. Obwohl hiebei in 115 Wochen als vom 15. Octobris a. 88 bis auf den 29. Decembris a. 90 uber die in Raitung gebrachten Ausgaben 5.444 Thaler 43 Gr. 4. D. Uberschuss erscheinet besage beiliegenden, unter No. 11. verfertigten Auszugs, wie dann in ermelter Zeit auf der Rom. Kais. Mt. und der Herren behemischen Kammerräth ihren gnädigen Befehl allerlei Verweisungen, als Provisionen, Pensionen und frembden Diener Besoldung 6.179 Thaler 24 Gr. 1 D. ins Rentambt bezahlt und gutgemacht worden, so hat doch nichts minders angeregtes Handelswesen in berührter Zeit, wie zu Ende angeregten Auszugs zu sehen, 30.450 Thaler mehrers Schulden als zuvorn gemacht, unter welchen auch die Ambtleut daselbsten allein im 9Ogisten Jahr 5.000 Thaler ausm Rentambt zurück empfangen haben, und rühren berührte Schulden mehrerstheils daher, dass man damit dem Holzund Triftwesen forthelfen und fürleihen auch einstheils hiebevorn aufgewachsene Schulden abzahlen müssen, inmassen dann seithero auch noch etlich Tausend aufbracht und dahin geschickt worden. Aus diesen erzählten Ursachen, weiln man mit Bezahlung angedeuter Schulden wohl etliche Jahr zu thun haben wirdet, [wird] der behemischen Kammer hievon kein Einkumben zugeschrieben.

           

Das Budweisische Zehent- und Münzambt hat besag beigelegten Auszugs, mit No. 12. signirt, anno 90. auch mehrers nit als 127 Thaler 14 Gr. 1D. Uberschuss ertragen, welche auch nit ins Rentambt ausgezahlt worden, sondern daselbsten neben der anderen Verlag verblieben sein; derhalben ist sich wegen des geringen Zustandes derselben Bergwerk von dannenhero auch auf kein gewisses Einkomben zu verlassen, kann auch hier von der behemischen Kammer nichts zugeschrieben werden.

           

Joachimbsthalisch Einnehmber-, Zehent- und Münzambt sambt denen daøzu geschlagenen Bergwerken und Pressnitzischen Waldgefallen haben anno 90 vermüg nebenliegenden Auszugs mit No. 13. Uberschuss ertragen 2.196 Thaler 43 Gr. 3 D. Demnach aber aus ermelten Uberschuss etliche Gnadenprovisionen, Commissariatzehrung und anders, so weder in den hierigen noch Joachimbsthalischen Stat be griffen, bezahlt worden, als ist hiervon der behemischen Kammer mehrers nit, als was in das Rentmeisterambt und dann an ausund in ländischem Interesse richtig gemacht, zu guten kumben, benenntlichen

1.215

Schock

51

Gr.

3

D.

Schlaggenwaldisches Zehentambt hat im 90. Jahr laut hie bei liegenden Auszugs unter No. 14. 2.389 Thaler 18 Gr. 2 D. Uberschuss . - geben, welches die damaln lang währende Dürre und Mangel des Wassers verursacht, dass man die gewonnenen Zwitter mit Aufpuchen noch zu Gut machen künnen und nichts minder die Bergkosten ver richten müssen. Und wiewohl sich hingegen in dem nagst darauf fol genden halben Jahr 2.521 Thaler 12 Gr. 4 D. Uberschuss oder Nutzung befindet, so hat sich doch noch zur Zeit von dannenhero die Kammer auf kein gewisses Einkumben zu verlassen, sintemal erwähntes Ambt ungeacht berührten Uberschuss zu Beschluss Trinitatis anno 91. in 7.841 Thaler 43 Gr. 2 D. an Verlag und sonsten in ander Weg schuldig verblieben ist.

Petschauerische Forst- oder Waldnutzung. Diese hat im 89. Jahr nit so viel ertragen, als man Graf Sebastian Schlicken, Inhaber der Herrschaft Petschau, wegen der Stadt Schönfelde Erbzins jährlichen reichen muss, inmassen aus beiliegenden Auszug mit No. 15. Signirt zu sehen. Die 90. Jahrs-Raitung ist noch nicht eingeleget.

Die Grafschaft Glatz hat anno 90. Vermüg der auf der Buchhalterei verhandenen Raitung an beständigen und unbeständigen Renten sambt, der Holzflöss und etlichen Bestandgeldein uber.die ordinari Ausgaben besag hiebei liegenden mit No. 16. signirten Auszug zu Uberschuss ertragen

5.153

Schock

42

Gr.

6

D.

Nota: Da aber die drei Furwerk zue Welfelsdorf sambt dem Brauwerk verkauft werden sollten, würden sich diese Gefäll jährlichen umb etlich Hundert Thaler vermindern. Es pflegen auch diese Nutzung ohne das nit alle Jahr so hoch anzulaufen, aus denen Ursachen, dass der Holzflöss ein Jahr mehrers als das andere, nachdem Holz geflösst und verkauft wirdet, zue geniessen ist.

           

Des Markgrafthumbs Oberlausnitz Gefälle und eingebrachte Restanten haben uber die ordinari Ausgaben im verflossenen 90. Jahr vermüg hieneben liegenden Auszugs mit No. 17. signirt ertragen

24.925

"

52

"

2

"

Hingegen erstrecken sich die dahin verwiesene Schulden vermüg beiliegender mit No. 21. signirter Verzeichnus auf 168.748 Thaler 49 Gr. 5 D. Davon ist das jährliche Interesse 10.184 Schock 52 Gr. 4 D. Und obwohl in berührtem 90. Jahr aus den oberlausnitzischen Gefällen, wie aus dem Auszug unter No. 17. zu sehen, 7.225 Thaler 25 Gr. 5 D. zu fürfallenden Nothdurften ins Rentambt erlegt und ausgezählt worden, so ist doch in künftig darauf keine Raitung zu machen, dieweilen angeregte Gefäll auf Abzahlung der dahin verwiesenen Hauptsummen und Interesse deputirt sein, und befindt sich auch aus den vorgehenden Raitungen und Auszügen, dass öfters mehrerwähnte Gefäll zu Bezahlung der aufgekündigten Hauptsummen und fälligen Interesse nit zugereichet, sondern die Ausgaben den Empfang ausser des noch darzue anticipirten Gelds um etlich Hundert Thaler ubertroffen haben, welches künftig, sonderlichen, da starke Hauptsummen abgezahlt werden sollten " nochmals beschehen künnte, wie dann auch hierüber zu mehrmaln von der Hofkammer etlich Posten, so aus dem Hofzahlambt gezahlt werden sollten, alldahin verwiesen worden, dass also der behemischen Kammer hiervon kein Einkumben zuzeraiten ist.

           

Dann so haben die Gefäll des Markgrafthumbs Niederlausnitz vermüg des hierneben liegenden sonderbaren Auszugs mit No. 18. signirt ertragen

14.684

Schock

17

Gr.

—

D.

Dagegen erstrecken sich gleichsfalls die auf das Markgrafthumb Niederlausnitz verwiesene Schulden an Hauptsumma vermüg beiliegen den sonderbaren Verzeichnus mit No. 22. signirt auf 137.949 Thaler. Davon ist das jährliche Interesse nämblichen

8.276

"

52

"

5

"

Eben umb der bei dem Markgrafthumb Oberlausnitz angezognen Ursachen kann hiervon der behemischen Kammer kein Einkumben zugerait werden.

           

Von den ober- und niederlausnitzischen Zollgefällen kann diesmals der behemischen Kammer auch nichts zugeschrieben werden, t. weil dieselben auf die schlesische Kammer geordnet.

           


Summarum dieser vorbeschriebenen der behemischen Kammer 90. jährigen Gefäll und Einkumben thuen

32.872

Schock

49

Gr.

21

D.

             

Hierauf folgen der behemischen Kammer unvermeidliche Ausgaben, so jährlichen in einem und andern aufgehen.

           
             

Auf den behemischen Kammerstat gebührt sich dem jetzigen Stand nach jährlichen ordinari zu bezahlen vermüg und inhalt beiliegenden unter No. 23. verfassten Verzeichnus

38.020

Schock

27

Gr.

1

D.

Botenmeisterambt in Beheimb. Dabei ist auf Abfertigung der reit- und fussgehenden Boten, auch auf die fürgefallenen Currier und Postierreisen in dem 90. Jahr vermüg des Kentmeisterambts Raitung bezahlt worden

1.537

"

37

"

1

"

Dann auf allerlei Commissariatzehrungen ist auch vermüg des Rentmeisters Raitungen in berührten 90. Jahr bezahlt und ausgeben worden

854

"

31

"

3

"

Ingleichen auf die Artollarei bei dem küniglichen Schloss Prag ist ausser der darzu bestellten Personen Besoldung, so im Kammerstat begriffen, allenthalben im 90. Jahr aufgangen und aus dem Rentambt  bezahlt worden

291

"

56

"

—

"

Nota. Es befindet sich in der 91. jährigen Rentmeisterambtsraitung, dass in selbem Jahr auf die Artallorei aufgangen 1.733 Schock 37 Gr. 5 D. meiss., und da das verdorbene Pulver umbgearbeitet und andere bestellte Sachen bezahlt werden sollen, wirdet gegenwärtiges Jahr, wo nit mehrers, doch nit viel wenigers hierzu aufgewendet werden müssen.

           

Auf Gnadengeld und Verehrungen ist vermüg des Rentmeisters Raitung des 90. Jahrs entricht und bezahlt worden

5.457

"

48

"

1

"

Bei dem Bauschreiberambt befindet sich in den 90. jährigen Raitungen, dass aus dem behemischen Rentambt auf die Gebäude und Besserung in und bei dem küniglichen Schloss Prag, als aufs Schloss, Lustgarten, alten und neuen Thiergarten, Einleitung des Röhrwassers und was sonsten dem Gebäude anhängig, vermüg der dahin vom Bauschreiber ins Rentambt ubergebenen Bauparticular und Wochenzettel bezahlt worden 8.222 Thaler 38 Gr. 3 D., desgleichen umb gefällt Bau-, Brenn-, Röhrund Büschelholz von Ihrer Mt. eigenthumblichen Herr schaften, sambt dem Fuhrlohn 469 Thaler, item umb erkauft Büschel holz allhier zu Prag in Potzkall mit sambt dem Fuhrlohn 3.342 Thaler 10 Gr., und letzlichen auf Abfechsung des Heues und Gromets auf den Wiesmaten, Inseln und Thiergarten sambt dem Zusambenschlagen und in die Stadt Führen 149 Thaler. Thuet als vermüg hieneben liegenden Auszugs mit No. 24. die ganze Ausgab bei dem Bauschreiberambt zu. Samben

12.183

Schock

28

Gr.

3

D.

Auf Kammer - und Kanzleinothdurfen wird jährlich gerait

200

"

—

"

—

"

Item auf die Buchhaltereinothdurften

100

"

—

"

—

"

Ingleichen ist auf allerlei extraordinarii Ausgaben im mehr oftermelten 90. Jahr besage des Rentmeisters Raitung aufgangen benennt lichen

1.579

"

33

"

2

"

Summa der unvermeidlichen Ausgaben thuen benenntlichen

60.225

Schock

21

Gr.

4

D.

Dann so solle auf Vorweisungen und Interessen bezahlt werden: Als erstlichen von wegen der ausländischen Schulden, so sich anjetzo vermüg und inhalt hieneben liegenden mit No. 19. signirten Auszugs besage des darüber haltenden Schuldenbuchs auf 469.932 Thaler erlaufen, davon gebührt sich jährlich ordinari Interesse zu bezahlen, welche einstheils zu 7, 8 und 10 Percento verschrieben und hiemit der behemischen Kammer für ein ordinari Ausgab zugeraitet worden, nämblichen des Jahrs

27.289

Schock

29

Gr.

6

D.

Mehr seind laut beiliegenden Verzeichnis mit No. 20. noch andere Schulden, so in der Lista gesetzt und dero [Interessen] aus den Rentmaisterambtsgefällen bezahlt werden sollen, die tragen dieser Zeit an Hauptsumma aus 120.869 Thaler 46 Gr. 6 D., davon gebührt sich jährlichen ordinari Interesse zu bezahlen

6.387

"

11

"

6

"

Summa der Interesse von diesen zweien Posten

33.676

Schock

41

Gr.

5

D.

Summarum aller hie obbenannten Ausgaben thuen benenntlichen

93.902

Schock

3

Gr.

2

D.

Wann nun gegenwärtiges 92. Jahr die vorgehenden Gefäll allesambt wie in dem 90. Jahr erfolgten und einkämen, so würde dennoch der behe mischen Kammer, das Wesen nur bloss in jetzigen Stand zu erhalten, ausser deren zu Beschluss des 91. ausständigen Schulden und Inter esse, jährlichen mangeln

61.029

Schock

14

Gr.

—

D.

Uber dies so ist man auf den Kammerstat an ordinari Besoldung, Pension und Provision, Gnadengeld und Kammerzins vermüg hiebeigelegten Aus zugs mit No. 25. signirt zu Ausgang des nagst abgelaufenen 91. Jahrs zu bezahlen schuldig

37.348

Schock

26

Gr.

4

D.

[Bei] dem Bau [ ] 86 bis zu [ ] 91. Jahrs vermüg hiebeiliegenden mit No. 26. signiren Auszugs schuldig, welche Schulden bis auf, dato noch unbezahlt sein, nämblichen

4.054

"

—

,

—

"i

Dann so erstrecken sich die verfallenen Interessen von den ausländischen Schulden, do dieselben nit in ander Weg vergnügt worden, vermüg des Auszugs mit No. 19. signirt bis auf Galli des 91. Jahrs auf

251.329

"

9

"

5

"

Endlichen erstrecken sich die hinterstelligen Interesse von denen sonderbaren Schulden, so in die Lista [... ] kumben, und wie zuvorn gemelt ist, der behemischen Kammer verblieben, vermüg des Auszugs mit No. 20 signirt auf

5.411

"

43

"

4

"



Actum beheimbische Kammerbuchhalterei den 17. Januarii anno 92.

 

Christoph Taubenreiter.






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