176. Èlenové rodiny Popelùv e Lobkovic touží císaøi na velké bezpráví, které se jim dìje na potup a hanbu rozšiøováním utrhaèných správ, že by císaøe zraditi, o život pøipraviti a sami z rodu svého krále Èechùm dáti chtìli. Všichni vysoce zaøíkají se Bohem a svým spasením, ukazujíce na vìrné služby pøedkùv, že nikdo nièím na nì neprokáže, že by nìèeho byli se dopustili na úraz majestátu císaøského a královského; i prosí císaøe, aby jim v nevinì jejich byl záštitou a aby utrhaèi byli jmenováni a k zodpovìdnosti pohnáni.

V PRAZE, 1594, 15. února. — Opis souè. v arch. místodrž. v Inšpruku. Ferd. 196/6.

Allerdurchleuchtigister, grossmächtigister und unüberwindlichister Römischer Kaiser, auch zu Hungarn und Beheim König! Allergnädigister Kaiser und Herr! Aus höchsterheischender dringender unser Ehren Nothdurft können wir nicht umbgehen, E. Rom. Kais. Mt. uns allerunterthänigist ganz gehorsamist und in tiefster Demuth zu praesentiren und das grosse Unrecht, welches uns und unserm ganzen Geschlecht zu merklichem Hohn und Spott (vor E. Mt. mit höchst gebührender Reverenz zu melden) von falschen Angebern und Ehrenverleumbdern hochvermesslich, böslich und ungründlich nachgedichtet und zugemessen will werden und nunmehr fast an allen Orten und Enden durch allerlei contumeliosische Schriften ohne alles Aufhören ausgebreitet wird, mit seufzenden und bekümmerten Gemüthern gehorsamist zu klagen. Dann, allergnädigister Kaiser und Herr, es kumbt uns glaubwürdiger Bericht vor, welchermassen E. Kais. Mt. vorgebracht sollte worden sein, dass wir etwas zuwider unserer Pflicht, damit wir Deroselben zugethan und verbunden sein, Vermessliehes zu machiniren Vorhabens gehabt, allerhand Conspiration und Zusammenkünften gehalten, E. Kais. Mt. verrathen, nach deroselben Leib und Leben gestanden und auf einen andern König getrachtet haben, ja dass sich auch aus unsers Geschlechts Mittel Künige zu Hungern und Beheim aufwerfen wollen, und gleichsamb hätten wir eines neuen Künigs Gesundheit wegen getrunken. Ob wir nun wohl ein Zeit her, jedoch mit bekümmerten Gemüthern, in Geduld und Stillschweigen gestanden und alles, was also von uns erschollen und ausgebreitet, ertragen in stehender Hoffnung, es würden dergleichen fälschliche, verwegene und schädliche Ehrverleumbdere sich selbsten an Tag geben und namhaft werden, damit wir uns wüssten gegen ihnen zu verantworten; sintemal aber dieses alles nun im Winkel beschicht und es selbsten nit herfürbrechen, sondern dies Böse je länger, je mehr und weiter, doch mit üngrund der Wahrheit, aussfliessen, der falsche Andichter aber des Lichts scheuen will: als hat uns keineswegs gebühren wollen, zu Errettung und Verthädigung unserer Ehre, als nächst unserer Seelenseeligkeit unsers höchsten Guts und besten Kleinods, länger zuzusehen und darzu still zu schweigen.

Sagen demnach zuvorderst einhelliglich und bezeugen dieses mit Gott dem allmächtigen und bei unserer höchsten Seelen Seligkeit [und] Heil samentlich und sonderlich, dass uns in dem vor Gott und E. Mt., auch der ganzen Welt von allen dergleichen falschen Andichtern und hinterlistigen Ehrenverletzern ganz und gar unrecht und unbillich beschicht, es wird auch solches nimmermehr kein lebendiger Mensch auf dieser Erden mit seinem Leib, Ehr und allem Vermögen auf uns noch auf keinen aus uns nicht erweislich machen können, dann dergleicheu, ja auch das Allergeringste, was zu Schmälerung E. Kais. Mt., als unsers allergnädigisten Herrn, Hochheit und Reputation zum Wenigsten berühren oder gedeutet werden möchte, ist die Zeit unsers Lebens in unser keines Herz viel minder in Sinn, Gedanken oder Mund kommen; Gott wird uns auch ferner darfür gnädiglich behüten. Viel höher und mehr aber haben wir uns alles äussersten und besten Vermögens die Zeit unsers Lebens dahin beflissen, auch Gott hierumb embsiglich und fleissig gebeten, wie bei E. Mt. wir (nächst unserer Seelen Heil und Seeligkeit) nur mit allem unterthänigisten treuen Fleiss gehorsambist alle Genad verdienen möchten und künnten. Sollten wir dann nunmehr also unverschuldet und unverwirkt solcher gehofften Gnad mit unserm höchsten Hohn und Spott durch ein dergleichen fälschliches Angeben und solche falsche hinterlistige Leut, so ohn alles Gewissen und also hintergehende damit beleidigen dörfen, beraubt und benommen sein, da können E. Kais. Mt. als ein hochverständigister und gerechtister Kaiser und Herr aliergnädigist wohl abnehmen, dass uns Unschuldigen solche angetaste Schmach, hochbekümmerliche, ungerechte Beschwerden und Bürden unerträglich sein müssten.

Demnach aber auf dieser Welt zu niemands anderes, dann nächst Gott zu E. Kais. Mt., unserm allergnädigisten Kaiser und Herrn, wir unser höchste Zuflucht haben, so ist an E. Rom. Kais. Mt. unser gehorsamlichs und sonderlichs allerunterthänigist hochfleissigist und in niedrigister Demnth umb Gottes und seiner göttlichen Gerechtigkeit willen Flehen und Bitten, die geruhen aliergnädigist unser aller höchste Unschuld zu beherzigen, uns, deroselben getreue Unterthanen, in allergnädigisten Schutz und Schirmb zu nehmen, über uns und unsere Geschlechter ein so grosse Schmach nit zulassen und uns diese Person, es seien nun eine oder mehr, und was Stands oder Würden die sein mögen, welche obangezogene Erdichtungen von uns verletzlich ausgegossen und bei E. Kais. Mt. angeben, namhaft zu machen und ihnen diese unsere unterthänige Supplication und flehentlichs Bitten wisslich machen lassen, darneben ihnen auch allergnädigst befehlen und ernstlich auferlegen, dass sie anzeigen, was und von wem sie ein solches haben. Weil sie sich unterstanden E. Mt. solches zu berichten und vorzubringen, so werden sie auch ohne Zweifel keine Scheu haben, dieses anzuzeigen, von wem es an sie gelangt, damit E. Kais. Mt. auf den rechten Grund aliergnädigist kommen und wir darauf unsere gebührliche und wahrhafte Verantwortung thuen und unsere Unschuld an Tag bringen mögen und wir E. Kais. Mt., unserm allergnädigisten Herrn, also auch männiglich zu erkennen geben, dass sie solches von uns fälschlich und ohne allen Grund erdicht haben, hiemit an das Licht gebracht werde, welchergestalt solche böse Leut aus ihren verkehrten giftigen Gemüthern und falschen Herzen unsere aufrichtige getreue Herzen, die gegen E. Kais. Mt. (ohne Ruhm zu melden), wir jederzeit gehabt und noch beständig haben, böslichen angefeindet, übel ausgelegt und schändlich verletzt. Da es nun dieselben mit E. Kais. Mt. treulich gemeint und können solches auf uns oder einem aus uns darthun, so werden sie darob kein Bedenken tragen, sich gegen uns namhaft machen zu lassen. Im Fall sie aber E. Kais. Mt. hierumb bitten werden, dass sie dessen verschont möchten sein, so haben E. Kais. Mt., als unser allergnädigister Kaiser und Herr, allergnädigist dabei abzunehmen, dass nichts anders dahinter, als dass sie solches aus ihren feindseligen eignen Sinnen wider uns erdacht, und was sie dardurch gemeint oder noch vermeinen.

Leben also der ungezweifelten, tröstlichen, zugersichtigen und unterthänigisten Hoffnung, E. Rom. Kais. Mt. werden dieses unser Ehren nothwendiges Supplicieren allergnädigist in Gnaden vermerken und in Ansehung der treu geleisten Dienst, welche E. Kais. Mt. eignen Person unsere Vorfahren bis in die Gruben erzeigt und bewiesen, und wir auch nit weniger derselben Fusstapfen nachfolgend bis in unser End mit Zusetz ung unserer Leiber, Guts und Bluts zu thun bereit und geflissen sein, uns diese unterthänigiste Bitt allergnädigist gewähren. Das wollen umb E. Kais. Mt. wir als getreuste Unterthanen und Diener unterthänigist, ganz gehorsamist die Zeit unsers Lebens alles Vermögens höchstes und treuisten Fleisses verdienen. Derselben wir uns hiemit zu kais. und königlichen Gnaden unterthänigist gehorsamist befehlen thuen. Actum Prag den 15. Februarii anno 94. E. Röm. Kais. Mt. unterthänigiste, gehorsamiste und getreue Unterthanen

Georg Popel. Fra Maheus Leopold Popel. Johann Wenzel Popel. Bohuslaw Gali Popel. Sdenko Adalbert Popel. Friedrich Popel. Adam Gali Popel. Laslav Popel.




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